111 – Das Dachzelt! Wie ist es denn nun?

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Heute gibt es wieder einen Erfahrungsbericht und kein technisches Thema. 🙂
Wir ihr ja wisst besitzen wir seid der Adventure Southside ein ein Dachzelt von SUOMO-Tents. Im Sommerurlaub konnten wir das dann auch endlich mal ausprobieren und ausgiebig darin nÀchtigen.

 

Auf und Abbau

Auf unserem Multivan gestaltet sich der Auf- und Abbau sicherlich etwas herausfordernder als auf einem „normalen“ PKW. Ich hatte mir kurz vor dem Urlaub noch fix einen hohen Klapphocker bestellt da der vom Wohnwagen einfach zu niedrig war.. Und zwar diesen hier: ZOLLNERÂź Klapphocker / Tritthocker zusammenklappbar*. Dieser lĂ€sst sich wunderbar klein zusammenklappen, ist aus einem StĂŒck und man muss nichts irgendwie zusammenbauen und hat mit 39cm fĂŒr so einen Schemel eine ordentliche Höhe. Ideal also um das Dachzelt aufm Bus aufzubauen. Den Hocker gibt es ĂŒbrigens in unterschiedlichen Höhen. Also vorher die passende auswĂ€hlen.

Vorne weg gesagt, mittlerweile bin ich geĂŒbt und der Aufbau ist in etwas 10 Minuten erledigt. FĂŒr den Abbau brauche ich 15 Minuten. Ich muss aber zugeben die ersten male habe ich schnell auch mal 20-30 Minuten gebraucht.

Insgesamt ist das System wirklich simpel. All KlettverschlĂŒsse auf, Reißverschluss rundherum auf und zur Seite runter ziehen. Dann die  Teleskopleiter weit ausziehen und dann per Hebelgesetz einfach nach unten ziehen. Dadurch klappt sich das gesamte Zelt auf. Die Leiter in der LĂ€nge anpassen das es gerade geöffnet ist vom Bode her. Jetzt muss man noch das kleine Vordach, dort wo man einsteigt „aufbauen“. Hierzu muss man lediglich die Zwei Alustangen so weit es geht hochklappen. Dazu steigt man auf die Leiter und zieht dann das Vordach darĂŒber. Jetzt noch die 5 Stahlstangen an den drei ĂŒbrigen Seiten einklemmen um die FensterĂŒberdachung auf zu spannen. Dann hoch ins Zelt die 4 Gummiseile einhĂ€ngen. Fertig.

Der Abbau funktioniert prinzipiell in umgekehrter Reihenfolge. Man braucht hier einfach ein paar Minuten lĂ€nger um den Zeltstoff an den Seiten wieder rein zu schieben. Dieser wird oft ein bisschen nach außen geblasen durch die ganze Luft welche aus dem Zeltinneren entweicht in dem Moment wo man es zusammenklappt. Ohne das reinstopfen des Zeltstoffes bekommt man sonst die Plane bzw. den Reißverschluss nicht mehr zu.

Ein bisschen eine Frickelei ist das mit der Alustange, da diese, wenn man sie nicht fest hĂ€lt einem an den Beinen anliegt oder zwischen zwei Tritten der Leiter. Das ist ein bisschen ein „geturne“ um in dem Moment auf die Leiter zu kommen und gleichzeitig die Alustange zu halten. Ist aber auch nur eine Gewohnheits- und Übungssache.

Man kann sogar Kissen und Decken drin lassen. Das passt gerade noch so mit rein, so das man die Plane schließen kann. Macht die ganze Sache nochmal angenehmer und schneller. 🙂

Wichtigstes Utensil ist der Hocker*. Ohne den geht beim Dachzelt aufm Bus so gut wir gar nichts!
Das muss man sich angewöhnen. Sobald man runtersteigt und irgendwohin laufen will, Griff zum Hocker und mitnehmen!

 

Schlafkomfort

An die Matratze musste ich mich echt erst mal gewöhnen. die kam mir vor wie ein Brett. Die Kinder hatten keine Probleme damit. Liegt wohl am Alter. Die ersten Tage hatte ich am morgen also erst mal RĂŒckenschmerzen bis ich richtig war und in Bewegung war. Aebr nach ein paar NĂ€chten hatte ich mich daran gewöhnt und habe super geschlafen. Unser Zelt hat 150cm Breite was wirklich super ist wenn man zu zweit oben schlĂ€ft. Ich habe immer Abwechselnd mit einem der Kinder oben geschlafen…. und die „wandern“ Nachts gerne mal im Zelt rum. Entweder lagen sie beinahe auf mir, Beine oder Arme auf mir, etc. Denke alle Eltern kennen das. 🙂 Kurz mal rĂŒber schieben und man hat wieder massig Platz.
Das Zelt ist auch sehr gerĂ€umig und es gibt an beiden Seiten Taschen. Im Himmel ist auch ein großes Fach. Dort habe ich meine Brille abgelegt. Somit ist diese auch sicher verstaut. Des weiteren hat es oben zwei Ösen. Hier haben wir uns eine Batteriebetriebene LED Leuchte mit einem Karabiner Haken rein gehĂ€ngt.

 

Temperatur

Da wir zeitweise recht durchwachsenes Wetter hatten und es sogar mal 2-3 Tage in der Nacht unter 10° kalt wurde, hatten wir somit diverse Schlaftemperaturen. UnglĂŒcklicherweise hatten wir nur einen Schlafsack dabei. In den NĂ€chten kamen dann noch ein paar Wolldecken mit rauf ins Dachzelt.
Insgesamt war ich dann aber doch ĂŒberrascht wie „warm“ es dann doch im Zelt war. Klar in den kalten NĂ€chten war es auch im Zelt kalt. Aber es war trotzdem nochmals ein deutlicher Temperaturunterschied zu draussen feststellbar.
In den warmen NĂ€chten konnte man die ReißverschlĂŒsse individuell öffnen so das einem nicht zu warm und nicht zu kalt war.
Wenn der Tag heran bricht und die Sommersonne dann auf das Zelt bruzzelt wird es natĂŒrlich recht schnell sehr warm und man muss die ReißverschlĂŒsse öffnen. Das kenne ich aber auch von unserem „normalen“ Zelt nicht anders. Da wird es ruck zuck sehr warm drin.

 

Helligkeit

Insgesamt hatte ich hier keinen Unterschied zu unserem normalen Bodenzelt festgestellt. Klar es gibt Zelte die innen absolut dunkel sind und man gar nicht bemerkt das es hell ist. Aber mich hat das nicht gestört das wenn es dann draussen richtig hell war, es auch im Zelt „hell“ war. Die Kids haben auch so ohne Probleme bis 09-10 Uhr geschlafen.

 

Fazit

Insgesamt ist das Dachzelt eine super Sache. Der Auf- und Abbau ist auf einem sehr hohen Fahrzeug wie dem Multivan sicherlich etwas herausfordernder als bei einem kleinen PKW. Mit etwas Übung gelingt das aber auch ruck zuck. Klar ist das man das Zelt abbauen muss wenn man weg fahren will. Aber bei ca. 15 Minuten Abbauzeit ist das verschmerzbar. Zumal man Decken, Kissen und/oder SchlafsĂ€cke drin lassen kann.
Den Kindern gefĂ€llt es mega und wir haben jede Nacht abwechselnd drin geschlafen. FĂŒr kĂ€ltere NĂ€chte mĂŒssen wir nun noch nach passenden SchlafsĂ€cken schauen da es mit normalen Decken schon recht frisch wird.

 

„Wieso ĂŒberhaupt ein Dachzelt“

Aber wieso ĂŒberhaupt ein Dachzelt? Zumal so ein Zelt auch einen mehr oder weniger hohen Anschaffungspreis hat. Da könnte man ja auch zu Decathlon und sich alle paar Jahre ein gĂŒnstigeres und neues Zelt holen. Da habe ich auch eine Weile mit meiner Frau drĂŒber nachgedacht und auch die Kinder gefragt was ihnen da nun so gut dran gefĂ€llt. Die beiden konnten mir da keine Antwort drauf geben. Ich selbst weiß es eigentlich auch nicht. Mit meiner Frau bin ich dann zu dem Fazt gekommen das es letztlich einfach die Art und Weise ist zu campen. So wie wir mit dem Wohnwagen unterwegs sind, andere mit dem Wohnmobil, die nĂ€chsten mit dem einfachen Zelt, andere wiederum mit einem KlappanhĂ€nger wo das Zelt dann raus klappt…und und und. Wir denken es ist auch hier das GefĂŒhl und die Art und Weise zu campen und zu schlafen. Man schlĂ€ft nicht auf dem Boden, sondern auf einem Autodach. Und somit kann man letztlich auch nicht sagen „Boaah ist so ein Dachzelt teuer und der Preis völlig ĂŒberzogen“. Ist er letztlich fĂŒr ein Wohnwagen oder Wohnmobil auch. Es gibt Dachzelte fĂŒr unter 1000€ und dann gibt es nach oben eine offene Grenze. Je nachdem was man halt haben will.

 

Wer von euch hat ein Dachzelt oder spielt mit dem Gedanken sich eins zuzulegen?
Was haltet ihr von Dachzelten?

Schreibt das doch mal in die Kommentare im Blogbeitrag oder dann die Tage auch gerne mal bei Facebook oder instagram

 

Website zum Dachzelt: www.suomo-tents.com

 

LG Dominic

 

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