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108 – Das neue Projekt des ADAC! Interview mit Uwe Frers.

Wer ist Uwe Frers

Uwe Frers als Person ist 50 Jahre alt. Verheiratet und hat eine 7 jährige Tochter. Mit seiner Familie in Berlin. Ursprünglich stammt er aus Bayern.
Mit dem Internet kam Uwe bereits sehr früh in Kontakt. Bereits zu Zeiten des „guten alten“ Modem hat er an der Digitalisierung mit gearbeitet, auch wenn damals der Glaube an die Zukunft des Internets noch eher dem Hype einer Eintagsfliege galt. Seit nun mehr 23 Jahren ist Uwe mal mehr mal weniger im Bereich der digitalen Informationsbeschaffung und Verarbeitung beteiligt. Uwe war an dem StartUps „Finanztreff“ beteiligt welches 2004 verkauft wurde. Des weiteren gründete Er die beiden Portale Escapio und TripsbyTips welche er 2015/16 erfolgreich verkaufte und sich eine Auszeit nahm. Dann kam er zum ADAC um dort die Camping Sparte zu digitalisieren.

Was ist das ADAC Camping? Was muss man sich darunter vorstellen?

Kernstück des ADAC im Bereich Camping ist sicherlich das Inspektorenteam welche nach einem einheitlichen Ratingsystem mit über 200 Punkten Campingplätze bewertet und kategorisiert. Die Inspektoren besuchen 5500 Campingplätze und prüfen diese nach den festgelegten Prüfpunkten. Dieses System war letztlich für Bücher gedacht, welche vom ADAC vertreiben wurden, namentlich „ Der ADAC Campingführer“. Durch die allgemeine Bekanntheit des ADAC wurde dies auch zu einem der Standardwerke im Campingbereich wenn es um Campingplätze geht. Durch die Digitalisierung wurden diese „Bücher“ dann auch Online zugänglich gemacht. Im Jahr 2009 ging diesbezüglich die erste Website online → Die ADAC Campingwelt. Später gab es dann auch die entsprechenden Apps dazu.
Da die Digitalisierung jedoch mit großen Schritten voran schreitet hat der ADAC es sich zur Aufgabe gemacht diesem raschen voran schreiten eine große Bedeutung zuzuordnen und mit dem neuen Projekt ein optimales Nutzererlebnis zu erschaffen. Sprich ein „Rund um Sorglos Paket für den Camper“…. um es mal kurz vorweg zu nehmen. ☺
Dem widmet sich nun ein Team von aktuell ( Stand Juli 2018) 25 Leuten, verteilt um den Globus.

PiNCAMP – Das neue Großprojekt vom ADAC

Solch ein Projekt ist natürlich nicht mal eben so aus dem Boden gestampft. Deshalb wird es natürlich in mehreren Etappen voran gehen. Ein erster Schritt ist, dass das Portal geöffnet wird und nicht mehr nur vom ADAC bewertete Campingplätze aufgenommen werden..

Im GROßEN geht des darum uns Campern eine Plattform zu bieten wo Wir von A bis Z bedient werden.
Jeder kennt es, man muss einen Campingplatz suchen und ggf. buchen. Gerade buchen ist zur Hauptsaison schon so eine Sache. Man muss sich durch Websites kämpfen, teilweise Online Buchungsformulare ausfüllen und durcharbeiten oder eine Emailanfrage stellen. Oder auch einfach anrufen…..was bei der Menge an CPs schon mal eine Herausforderung sein kann. Wir kämpfen uns durch x Systeme, schauen x Seiten an, auch die mit Bewertungen und Fotos um sich ein möglichst gutes und umfangreiches Bild des CPs der Wahl machen zu können. Dazu muss man auch mal auf mehrere Plattformen zurückgreifen. Dies kostet immens viel Zeit und ist letztlich auch organisatorisch so seine Sache, das man am Ende noch weiß wo man wann, wie angefragt hat.
Das große Ziel ist, mit ADAC PiNCAMP ist eine absolut ganzheitliche Plattform zu bieten, auf der man schauen kann welcher Campingplatz wann, wo, wie frei ist, diesen dann auch direkt über die Plattform buchen zu können – ohne Email schreiben, ohne gesondertes Buchungsformular oder Kontaktanfrage etc.pp . Sollte es jedoch kleine und feine familiengeführte CPs geben für welche ein Online-Buchungssystem nicht stemmbar ist sollen genau so berücksichtigt werden und zumindest über ein Ampelsystem eine Wahrscheinlichkeit eines freien Platzes darstellen können. Hierzu laufen aktuell viele Ideen zur Umsetzung.
Auch fließen die offizielle Bewertungen des ADAC-Inspektorenteam und das Feedback anderer Camper mit einfließen. Denn wenn man mal ehrlich ist, darauf achten wir doch selbst: „Wie finden andere Camper diesen und kennen Campingplatz und gibt es neben den offiziellen Fotos noch Fotos von anderen Campern!?“ Weiteres Feature soll sein das man Themenbezogene Vorschläge erhält zu bisherigen Suchanfragen oder Themen für welche man sich interessiert hat.

Wie wird zeitliche Verlauf des Projekts sein

Zeitlich bewegt man sich mit solch einem Projekt locker in einem Bereich von 3-5 Jahren. So etwas schafft man einfach nicht in 1-2 Jahren.

  • Ende 2018/ Anfang 2019 soll die Seite in seinen Grundfunktionen stehen und funktionieren. Die bestehende ADAC Campingwelt soll hier abgelöst werden.
  • Im Laufe des Jahres des 2019 soll die Möglichkeit der Online-Buchbarkeit implementiert sein.
  • 2021/22 soll es dann soweit voran gebracht sein damit zumindest schon einmal Einnahmen generiert werden um die Kosten zu decken. Da spricht man noch nicht über die zig Millionen die bis hierhin bereits investiert wurden.
  • Mittel bis Langfristig ist eine eigenständige App angedacht. Dies ist aber nicht die oberste Priorität. Zunächst wird das ganze natürlich über „Responsive Design“ gelöst werden. In ferner Zukunft möchte man die Vorteiler einer App aber dennoch nutzen.
  • ADAC Camping Card gibt es auch elektronisch, nicht direkt aber über einen kleinen Workaround. Eine eigene PiNCAMP Card gibt es aktuell nicht, ist aber eines der Features das mit angedacht ist.

Ich selbst bin mega gespannt auf die Entwicklung des neuen Portals und werde das auf jeden Fall im Auge behalten.

Links

Website: https://www.pincamp.de
Facebook: https://www.facebook.com/PiNCAMP.DE/
Instagram: https://www.instagram.com/pincamp.de/

LG Dominic

107 – Erfahrungsbericht zum Reich Easydriver 2.8 Pro

So, wie angekündigt gibt es dieses mal einen Erfahrungbericht zum Rangierantrieb. Das „unpacking“ und den Einbau habe ich ja bereits in anderen Folgen – der Folge 91 und Folge 93 beschrieben. So ein Hilfsmittel zu besitzen ist ja das eine. Aber wie ist so ein Rangierantrieb im Praxiseinsatz?

 

Must have oder nice to have

Da gehen die Meinungen ja extrem auseinander. Die einen behaupten muss man nicht haben, denn Camper helfen sich immer. Das stimmt auch unserer Erfahrung nach zu 100%. Somit geht es sicher auch ohne. NUR – beim Wintercamping 2to im Schnee  und Eis zu schieben, geht zwar, aber da waren so viel Leute am „rumreißen“ an den Haltegriffen….. da hatte ich schon die nächste Undichtigkeit befürchtet. Und in Anbetracht dessen das bei vielen der heutigen Caravans diese Haltegriffe mehr Zierde als Nutzen sind und diese einfach nicht dafür gemacht sind das man mit 90-100kg Kampfgewicht da in die vollen geht und zieht wie ein Ochse, da rückt der Sinn von Rangierantrieben durchaus ins sinnvolle.
Auch gibt es Menschen die zwar gerne campen aber körperlich nicht in der Lage sind einen Wohnwagen von Hand zu schieben und zu ziehen. Da macht es durchaus Sinn.

Summa summarum möchte ich nicht darüber urteilen über den Sinn oder nicht Sinn von Rangierantrieben. Wir haben einen und ich bin froh darum. Nicht weil ich unseren Wohnwagen nicht rückwärts rangieren kann, sondern weil es teilweise gar nicht anders geht. Grund sind oft die zu engen Platzverhältnisse da mit dem Auto rückwärts rangieren zu können und oder der Untergrund (uneben) wo dann zig Leute wild dran rumreißen würden und mit aller Gewalt versuchen würden den Wohnwagen in Position zu rücken.

 

Der Easydriver 2.8 Pro in der Praxis

Wir sind mittlerweile ein paar mal unterwegs gewesen und es hat sich bewährt den Rangierantrieb zu haben. Hier ein paar Beispiele:

  1. Bauernhofcamping in der Schweiz
    Hier war es so das man sich hinstellen konnte wie man wollte. Der Platz war schon nahezu ausgebucht und wir konnten nur noch vorwärts rein fahren. Letztlich sollte der Wohnwagen aber dann doch um 180° gedreht stehen. Es war eng und ging auf der unebenen Wiese auch noch etwas bergauf. Von Hand wäre hier ein rangieren schlichtweg nicht möglich gewesen. Das fängt schon damit an das unmöglich ist einen Tandemachser auf engstem Raum von Hand zu drehen. Mit dem Auto auch nicht da einfach kein Platz war als Gespann zu rangieren. Der Rangierantrieb hat hier  wunderbar geholfen den Wohnwagen, auf dem zur Verfügung stehenden Raum, zu drehen und anschliessend auf die hohen 2stufigen Auffahrkeile zu manövrieren.
  2. Sandiger Wiesengrund in der Bretagne
    Hier hätte der Platz locker ausgereicht um als Gespann rückwärts auf die Parzelle zu rangieren. Aber man muss so einen Rangierantrieb ja auch auf verschiedenen Untergründen ausprobieren. Hier war es zwar Wiese aber auf sandigem Untergrund. also kein Erdreich. Auch hier verlief alles problemlos. Ruck zuck war der Wohnwagen ausgerichtet und auf die 1stufigen Keile gefahren.
  3. Einfache Wiese in der Südbretagne
    Hier waren es die Platzverhältnisse um die Parzelle rundherum die ein Rückwärts rein rangieren unmöglich gemacht haben. Die Parzelle an sich ist riesig; geschätzte 150qm. Aber links Bäume und rechts Sträucher und Wohnmobile. Zu wenig Platz um den Wohnwagen mit dem Multivan rein zu schieben. Auch zu wenig Platz um direkt in die Endposition zu manövrieren aufgrund des Bereiches wo der Wagen ausschwenkt. Also musste noch ein paar mal hin und her um den Wohnwagen immer weiter an einen Rand der Parzelle zu bringen. Auch hier das Ergebnis: Ein leichtes Spiel für den Rangierantrieb.
  4. Befestigter Schotter
    Bei uns steht der Wohnwagen auf einem befestigten Schotterplatz. Hier gibt es keinerlei Probleme mit dem rangieren. Das einzigste was einem ab und an weh tut ist wenn so ein Schottersteinchen in zwischen Reifen und Antriebswelle des Rangierantriebs kommt. Da kracht und knarzt dann das man direkt Angst bekommt das einem gleich alles um die Ohren fliegt.

Wo Licht ist ist auch Schatten

Tandemachser und Rangierantriebe sind ein Thema für sich. Einen Einachser auf der Stelle zu drehen ist kein Problem. Bei einem Tandem ist es eine Herausforderung. Auch für einen Rangierantrieb. So hat jeder Hersteller seine eigene Lösung hierfür entwickelt. Denn dreht man den Tandem auf der Stelle sieht das echt wüst aus. da werden die Schlappen beinahe von der Felge gedrückt und es sieht einfach nicht gesund aus. Auch würde es letztlich zu weiteren Schäden führen würde man da einfach weiter drehen. Der Easydriver bietet hier die „Tangodrehung“ an. Hier wird der Wohnwagen immer vor und zurück gepaart mit einer Kurvenfahrt, mehr oder weniger, auf der Stelle gedreht. Mir persönlich geht das zu lange und ich habe eine für mich praktikable Lösung gefunden. Man kann mit der Fernbedienung auch eine lange Kurvenfahrt machen. Diese kombiniere ich immer mit der scharfen Kurvenfahrt, wo man eigentlich Angst um die Reifen bekommt wenn man es übertreibt. Also mache ich dann immer kurz Scharfe Kurve und dann wieder lange Kurvenfahrt. Wenn man das gut taktet kommt man recht flott rum ohne das einem die Reifen oder die Achsen um die Ohren fliegen.
Das wäre so das einzigste wo ich sage…. kann man vielleicht, speziell auch für Tandems noch cleverer lösen.

 

Fazit

Für mich bzw. uns und den großen Wohnwagen ist es eine tolle Sache mit dem Rangierantrieb. Auch wenn es oftmals sicher nicht notwendig ist, so ist es doch einfacher und somit entspannter. Sei es beim rangieren auf die Parzelle, das auffahren auf die Keile oder wenn es ums ankoppeln geht. Da kann man nämlich schön über die Kugel der AHK fahren und brauch den WoWa nur noch ablassen.
Wir hatten bisher noch nie Probleme beim rangieren mit dem Rangierantrieb.
Klar das mit dem drehen auf der Stelle ist bei Tandems eh so eine Sache, aber hier könnte man vielleicht nochmal schauen ob man das nicht cleverer gelöst bekommt um auf engem Raum schnell und sicher wenden zu können.

 

Hier erfahrt ihr mehr zum Easydriver und die verschiedenen Modelle: https://reich-easydriver.com/

 

LG Dominic

 

106 – Rettungsgasse

Ich habe lange überlegt ob ich mich zu diesem Thema überhaupt äußere. Wird es doch gerade zu Ferienzeiten oft wie die Sau durchs Dorf getrieben. Aber da wir das auf unserer Fahrt in die Bretagne nun selbst auch mal erlebt haben – im Stau stehen und zu sehen wie sich da so manch eine verhält- da kann einem echt die Hutschnur hoch gehen.

Dabei sollte doch jeder wissen, daß man eben nicht weiß warum es nun zu einem Stau kommt. Oft ist auch unerklärlich was da nun die Ursache war und es geht auch einmal weiter. Aber oft genug sind es eben Unfälle, wo neben dem reinen Blechschaden, Personen verletzt werden und auf Hilfe angewiesen sind.

Warum ich darüber berichte

So eben geschehen auf unserer Tour in die Bretagne, das Navi meldete Stau durch Unfall in ca. 600m und schon kam der Verkehr ins stocken. Wir als so weit wie möglich rechts ran um Platz zu schaffen. Vor und hinter uns wildes treiben rund um den Mittelstreifen. Ich bin da echt Kopfschüttelnd da gesehen. Da ziehen Leute in die Mitte um zu sehen wie es weiter geht, da versuchen Leute die spur zu wechseln und und und.
Plötzlich Blaulicht von hinten, die Mittesteher versuchen nun sich irgendwie nach rechts und links zu quetschen und Platz zu schaffen. Irgendwie gelingt es. Und jetzt kommt daß beste: Kaum ist der Rettungswagen durch wird wieder in die Mitte gezogen…. „Ja ne is klar“, kann ja nicht möglich sein das da vielleicht noch Polizei, Feuerwehr, Abschlepper oder Notarzt auch noch durch wollen. Da stehen sie wieder in der Mitte der Fahrbahn…. bis zum nächsten Blaulicht.
Und es geht noch besser, da wird kurz vor dem zweiten Rettungswagen raus gezogen um auf die andere Spur zu wechseln. Welchen Sinn und Zweck das haben soll verstehe ich nicht. Aber es geht noch besser:
Direkt hinter dem ersten Rettungswagen ist einer „hinterher“ „geheizt“ um die Gunst der Sekunde zu nutzen und sich so nach vorne zu schummeln. Solche Idioten gibt es ja auch noch.

Bestrafung von solchen Vergehen

Für mich gehört das NICHT bilden einer Rettungsgasse unter drastische Strafen gestellt. Denn es kann hier um Sekunden und Minuten gehen ob jemand weiter leben kann oder auch nicht. Kommt man an einen Unfallort oder ist eine Person in Not ist man auch verpflichtet zu helfen – in irgendeiner Art. Bei einem Stau kann man natürlich nicht aktiv unterstützen. Aber das behindern der Einsatz- und Rettungskräfte ist für mich a) unterlassene Hilfeleistung und B) grob fahrlässige Körperverletzung.
Man hört, liest und sieht es immer wieder wie Rettungskräfte feststecken und nicht weiter kommen. Gerade in Zeiten von Dashcam ist das Vergehen direkt aufgezeichnet. Da gehört für mich eine vernünftige Regelung her damit solche Behinderer – auf dessen Kosten ggf. Menschen sterben- einfach so davon kommen. Man lernt es in der Fahrschule und auch der gesunde Menschenverstand sollte da direkt mal die Birne einschalten lassen.

Mal was zum Nachdenken

Was wäre denn WENN DU mit deinen Kindern im überschlagenen Wagen liegen würdet und jede Sekunde darüber entscheiden kann wer überhaupt überlebt. UND nur weil irgendwelche Bekloppten meinen aufm Mittelstreifen stehen zu können stirb eines der Kinder, oder die Kinder werden zu Waisen! Oder ihr selbst seit dann Querschnittgelähmt weil die Rettungskräfte eine Minute zu lang gebraucht haben weil kein Durchkommen war. Denkt mal drüber nach beim nächsten Stau!

Rettungsgasse – Wie bilden

Auch wenn es klar sein sollte, es gibt eine ganz einfache Eselsbrücke! An nehme die rechte Hand:

Zweispurige Autobahn:
Daumen und Zeigefinger ausstrecken. Die linke Spur ist der Daum, die rechte Spur der Zeigefinger. Dazwischen wird die Rettungsgasse gebildet:
Heißt, die linke Spur nach links, die rechte nach rechts.

Dreispurige AB:
Daumen ist die ganz linke Spur. Zeigefinger und Mittelfinger logischerweise die beiden rechten Spuren. Zwischen Daumen und Zeigefinger wird die Rettungsgasse gebildet. Heißt, linke Spur nach links, die beiden rechten Spuren nach rechts.

Vierspurige AB:
Daumen ist die ganz linke Spur. Zeigefinger, Mittelfinger und Ringefinger logischerweise die drei rechten Spuren. Zwischen Daumen und Zeigefinger wird die Rettungsgasse gebildet. Heißt, linke Spur nach links, die drei rechten Spuren nach rechts.

Ergebnis des ganzen

Der Daumen der rechten Hand ist immer die ganz linke Spur und diejenigen fahren nach ganz links an die Mittelleitplanke und die anderen Spuren ab dem Zeigefinger fahren so weit wie es geht nach recht.

Ganz einfach oder?

Also Leute denkt dran verdammt nochmal eine Rettungsgasse zu bilden bereits wenn der Verkehr ins stocken kommt. Ihr selbst könntet es einmal sein – auch ganz ohne eigenes Verschulden- die plötzlich dringendst auf Hilfe angewiesen seid!

Ach ja und noch was: Je mehr die Rettungsgasse behindert wird, desto länger stet man im Stau. Denn so lange niemand helfen kann geht es auch nicht weiter. Deshalb, neben der passiven Hilfeleistung hier der Tipp: Bildet die Rettungsgasse damit ihr selbst möglichst schnell wieder weiter kommt. Auch logisch oder?

LG Dominic

 

Beitragsbild von Pexels: https://www.pexels.com/de/foto/armee-aufnahme-von-unten-fahrzeug-fliegen-126625/

105 – Wir haben nun ein Dachzelt

Dies war der eigentliche Grund weshalb wir zur Adventure Southside gefahren sind. Im Vorfeld hatte ich mit Carsten von SUOMO-TENTS telefoniert. Und da hat es sich ergeben das wir am Ende der Messe eines seiner Zelte mitnehmen können.

Warum eigentlich noch ein Dachzelt

Naja es geht uns um die Flexibilität. Wir haben in den Pfingstferien festgestellt das uns noch das letzte Stückchen Flexibilität fehlt. Dort waren wir ca 2-2,5h von den heißen Quellen entfernt. Das war dann auch wieder doof, da man somit für Hin- und Rückfahrt wieder 5h unterwegs ist. Und da kam uns die Idee mit dem Dachzelt. Jetzt ist das Dachzelt natürlich nicht groß genug für uns alle 4. Hier werde ich unseren Multivan noch etwas umbauen, so das zwei im Multivan und zwei oben im Dachzelt schlafen können.
Denn damit ist es dann möglich auch mal Tagestouren zu machen, irgendwo für eine Nacht zu stehen und dann am nächsten Tag wieder zurück zu fahren zur „Home Base“.

Erstes Look and Feel mit so einem Dachzelt

Bisher habe ich nur einmal eine Nacht mit meiner Tochter darin geschlafen. Von daher kann ich hier noch nicht über große Schlaferfahrungen berichten. Die eine Nacht war super. Und man schläft bestens. Am morgen habe ich bereits den ersten Fussgänger gehört wie er Fotos macht. 🙂 Das ist glaube ich etwas wo man sich dran „gewöhnen“ muss. Denn so ein Dachzelt ist ja doch nochmal was neues, ungewohntes. Auch kamen ein paar an nur zu m schauen und Fragen.

Der erste Aufbau hat natürlich etwas länger gedauert. wie das so ist. Bis alle Handgriffe und Abläufe richtig sitzen verbringt man fast mehr Zeit mit überlegen. Aber insgesamt ist der Aufbau eines Dachzeltes doch recht einfach. Mit Übung würde ich hier sagen dass man das in 5-10 Minuten locker schafft.

Das Zelt wiegt knapp über 60kg. Also nicht gerade leicht. Wir haben es an der Messe zu viert auf den Bus gehoben. Hier kam natürlich die Höhe des Busses erschwerend hinzu. Auf ein „normales“ Auto ist es sicher etwas einfacher drauf zu heben. Dafür lassen wir das Zelt nun auf dem Dach und fahren mit allem Sack und pack in die Bretagne. Dort werden wir das Zelt sicher auch das ein oder andere mal testen, auch wenn wir ja den großen Wohnwagen dabei haben. Vielleicht auch schon für eine ausgedehnte 1-2 Tagestour. Mal schauen.

LG Dominic

 

104 – Ein Wochenende auf der Adventure Southside – Der erste Eindruck

Adventure Southside

Die Adventure Southside hat dieses Jahr zum dritten mal statt gefunden. Und jeder der eher so auf klassischen Camping Messen unterwegs ist, bekommt hier viele andere Dinge geboten. Die Messe dreht sich um Outdoor, Offroad, Expeditionsreisemobile mit dehnen man auch mal durch die Wüste fahren kann, Bushcraft ist auch vertreten und und und. Also so richtig fernab des klassischen Campingplatz Camping oder „Stellplatz“ Camping. Es geht wie der Name sagt um Adventure, Outdoor, Expeditionen aber auch „überleben“ in der freien Wildbahn. Neben der reinen Messe gab es noch zahlreiche Workshops und Vorträge rund um das Gesamtthema. Diese haben wir uns aber nicht angeschaut oder haben daran teilgenommen.

Vor allem war es mal wieder „krass“ zu sehen was es denn so alles gibt. Kurz um: Es gibt nichts was es nicht gibt. Das ist teilweise echt der Hammer. Was es da an Expeditionsfahrzeugen und entsprechenden Ausbauten gibt ist beeindruckend.

Das Messegelände rund um die Lochmühle

Das Gelände an sich ist natürlich Outdoor auf einer riesigen Wiesenanlage. Die „Camps“ sind ebenso auf Wiesen….dazu aber später noch etwas mehr. Die Adventure Southside hat in Eigeltingen bei der Lochmühle stattgefunden. Aufgrund dessen das es druaßen ist braucht man vielleicht etwas länger um sich zu orientieren und letztlich den Standplan im Kopf zu haben.

Das Wetter war an diesem Wochenende super. Für ein schlendern über die Mese schon zu gut. Die Sonne hat einen wirklich niedergebrannt. Trinkwasser mitnehmen gehörte zur Pflicht.

Für uns als Familie hat sich neben der Messe herausgestellt das die Lochmühle ein super genialer Erlebnisbauernhof ist. Da  gibt es allerlei Tiere, die man streicheln und füttern darf. Kleine Ferkel die frei rum laufen, Schafe die einem über den Weg laufen. Lamas die unterm Dach „rum stehen“. Für die Kinder absolut genial und das Wochenende somit zu kurz. 🙂 Zur Lochmühle werden wir sicher nochmal gehen, wenn eben keine Messe ist.

 

Die „Camp“ Area

Als so klassische Wohnwagencamper ist das natürlich auch so eine Sache. Da steht man mit einem riesigen Wohnwagen mit lauter Defender, Jeeps, Off-Road-Bussen oder sonstigen Off-road Fahrzeugen auf einer Pferdokoppel, für ein Wochenende rum. Alle voll auf Outdoor, schlafen im Zelt, etc. ausgelegt. Jeden Millimeter aufs effektivste genutzt und und und….. Immerhin sind wir ja auch autark, OK Grauwassertank muss noch untergestellt werden. Naja also fast ganz autark. 🙂
Jetzt ist es so das man für eine Übernachtung 20€ berappen musste. Um auf einer Pferdkoppel abgestellt zu werden. Mehr gar es nicht. Keine Frischwasserstation wo man hätte zumindest mal Trinkwasser holen konnte, keine Entsorgung (und wenn doch dann nicht ausgeschildert), keinen Stromanschluss (OK wir haben ja nen Akku aber trotzdem). Also insgesamt hat man 20€/Nacht bezahlt um auf einem Acker parken zu dürfen. Und das ist dann in meinen Augen doch recht dreist. also da darf der Veranstalter gerne noch eine Schippe rauf legen. insbesondere wenn man mal durchzählt was da an Fahrzeugen auf den ganzen Wiesen rum stand.
Bei uns im Camp4/5 gab es nur Dixi Klos, was für die Menge an Leuten schon recht optmistisch war. Um es mal geschönt aus zu drücken.
Im Bereich des Messegeländes und von Camp1 war es glaube ich such so, gab es Duschcontainer und WCs, ebenfalls in Containern.
Insgesamt darf da noch ne aufgerüstet werden seitens des Veranstalters, oder man senkt den Preis. Weil 20€/Nacht um auf eine Pferdekoppel, wo die plattgefahrenen Pferdeäpfel rumliegen, verfrachtet zu werden ist dann schon dreist.

 

Schlusswort

Die Messe an sich super mit vielen tollen Ideen und Inspirationen . Der Erlebnisbauernhof / Anlage Lochmühle ist für Kinder super genial und wir werden da sicher mal so hingehen. Das „Camping“ hat für mich den Eindruck des „schnellen Geldes kassieren“ hinterlassen. Schade.

 

LG Dominic

 

 

103 – Ladungsicherung – Geschosse im Auto, Wohnwagen, Wohnmobil und Kastenwagen

Das heutige Thema beschäftigt mich immer wieder einmal. Mal mehr mal weniger. Aber insgesamt, seit unserem Unfall letztes Jahr (207) auf der Autobahn, wo wir wirklich mit einem blauen Auge davon gekommen sind, doch sehr. Es geht um die Ladungssicherung und die Gefahren dahinter. Aus diesem Grund ist dies eine recht persönliche Folge mit meinen Gedanken und was man so auf der Straße sieht.

Ladungssichrung und welche Kräfte wirken

Viele Wohnwagen leiden unter dem zulässigen Gesamtgewicht. So ging es uns auch. Ca. 125kg Zuladung im Tabbert Vivaldi für vier Leute. Das ist nahezu nichts. Also muss alles ins Auto.  Bei den derzeitigen Wohnmobilen ist das je nachdem auch nicht viel anders. Alles muss irgendwohin…. und wenn die Bratpfanne dann über das Staufach der Küche kommt…. ah ja ich sitze ja quasi direkt gegenüber auf der hinteren Sitzbank.

Für die sechs Wochen Portugal habe ich alles in Kunststoffkisten verpackt, den kleinen zusätzlichen Kühlschrank mit Gurtspannern gesichert und letztlich alle Kisten und alles drum und dran mit einem großen Netz in den Verzurrösen des T6 mit Karabinern und Spanngurten so fest es geht gesichert. Unser Hund hatte auch noch ausreichend Platz.

Ich dachte das passt so alles. Schließlich ist alles richtig gut festgezogen, verspannt und mit Karabinern an den Ösen festgezogen. Mehr ziehen konnte ich nicht…… Das dachte ich bis uns einer hinten rein gedonnert ist, wir mehr und mehr ins Schleudern kamen, der Wohnwagen sogar das Außenblech des Multivan einmal eindrückte und wir kurz vor der Leitplanke zum stehen kamen. Ganz ehrlich. Ich  habe uns schon über die Autobahn rollen gesehn. Und damit meine ich nicht auf den Rädern.
Die Thermokanne hat sich entleert, das Essen lag irgendwie verteil herum. Alle waren geschockt und am weinen, insbesondere die Kinder. Ein Blick nach hinten. Keiner Verletzt, kein Blut, auch auf Nachfrage, nichts….. hinter den Kindersitzen, da wo alle Kisten aufgestapelt und fest verzurrt waren, der Hund seinen gemütlichen Platz hatte… Stille. Kein Wimmern kein jaulen nichts. Die Kisten sind glücklicherweise nicht irgendwie zusammengebrochen der so. Nein sie sind einfach leicht schräg umgekippt. Wie ein großes Regal oder Schrank. Einfach nur in einem Verbund gekippt. Der Kühlschrank stand nach wie vor an seinem Ort. Ich raus aus dem Auto, gesehen das alle schon etliche Meter entfernt angehalten haben, während meine Frau  sich um die Kinder gekümmert hat, habe ich mal kurz durch die Seitenscheibe geschaut. Auch unserem Hund ging es soweit gut. Saß natürlich geschockt und irritiert da. Aber es ist nichts auf ihn drauf gefallen oder das er gar begraben wäre unter irgendwelchen Kisten. Den Kofferraum konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht öffnen und wir mussten auf die Polizei warten.

Machen wir einen Zeitsprung dorthin wo soweit alles polizeiliche und so geklärt war. Wir stehen auf dem Hof des Abschleppers und müssen alles ausräumen. Und da wird mir nochmal bewusst wie viel Glück wir hatten.

Denn diverse Karabinerhaken haben sich durch die Wucht und das Gewicht einfach aufgebogen. Kleine Spanngurte haben der Sache auch nicht Stand gehalten. Die Kisten sind als eine Einheit einfach umgekippt und nicht zusammengebrochen. Das große stabile Netz hat uns ordentlich beschützt und verhindert das alles einfach nur rumfliegt. Die Thermoskanne hat sich nur entleert und ist niemandem an den Kopf oder so geflogen. Die Sprudelflasche ist nicht zum 1kg schweren Geschoss geworden und und und.

Letztlich bringt es mich an den Punkt daran zu denken wie wichtig die Ladungssicherung ist. Das betrifft nicht nur LKWs die zig Tonnen hinterher ziehen sondern alle die in den Urlaub fahren. Egal ob es nur mit dem Auto ins Ferienhaus, mit dem Wohnwagen, dem Wohnmobil oder dem Kastenwagen ist. Es kann so schnell gehen, ohne eigenes zutun, das kleinste Fehler letztlich eine enorme Auswirkung haben können.

Ersetzt doch mal die 1L Flasche Sprudel durch 1kg Stein. Ist nichts anderes! Aber wehe ihr habt auf der Autobahn einen Unfall, wenn es dumm läuft noch mit Überschlag und diese 1L Flasche Sprudel – die ja zum stillen des Durstes da ist, wird zu einem 1kg (1L Wasser entspricht ca. 1kg) schweren Geschoss das euch selbst oder eure Kinder dann „volle Kanne“ am Kopf trifft! Das klingt dann so gar nicht lustig.

Ich mache mir seit unserem Unfall nochmals viel mehr Gedanken zum Thema Ladungssicherung. Ganz egal ob im auto, im Wohnwagen oder im Wohnmobil. Es ist ein Thema was sowas von unterschätzt wird und es kann innerhalb von weniger einer Sekunde einen imensen Schaden anrichten. Und wenn ich da manches Auto sehe bei denen der Kombi bis unters Dach vollgestopft ist und dann zwei Erwachsene und 2-3 Kinder drin sitzen….. möge euch nie was passieren sonst spießt euch der Sonnenschirm auf.

 

Mein Appel

Achtet wirklich auf die korrekte Sicherung der Ladung. Ganz egal ob Auto, Wohnwagen, Wohnmobil oder Kastenwagen. Es geht nicht darum sicher zu sein wenn nichts passiert. Nein es geht genau um diesen 1 zu 1 Millionen der Fälle wo es eben schief geht und irgendwer durch irgendwas erschlagen wird. Geht einmal durch euren Wagen und schaut nach dem Motto „Was wäre denn wenn…..“ alles durch und überlegt wie ihr es besser machen könnten