Wechselrichter! So kommt man von 12V auf 230V

Selbst ohne Landstrom ist es möglich mobil an 230V zu kommen. Es gibt auch Geräte welche unbedingt mit 230V versorgt werden wollen. Somit stellt sich die Frage wie das am besten zu bewerkstelligen ist. In Wohnmobilen oftmals bereist eingebaut und in Wohnwagen eher selten anzutreffen sind die Wechselrichter. Diese elektronischen Geräte schaffen es zum Beispiel aus 12V Gleichstrom, 230V Wechselstrom zu machen. Jedoch gibt es bei den Wechselrichtern wichtige Unterschiede welche man kennen sollte.

Warum 230V ab und an notwendig sind

Bestes Beispiel sind hier leider. denn ich arbeite selbst mit Apple Produkten, Macbooks von Apple. Offiziell, also von Apple, gibt es gar keine Ladegeräte für den Zigarettenanzünder. Hier bieten nur Dritthersteller Lösungen an. Und selbst dann nicht für alle Modelle. Das Problem an der Sache ist, das wenn etwas in die Hose geht und das Fremdprodukt Ladegerät letztlich das Macbook „abrauchen“ lässt, Apple natürlich fein raus ist weil sie sowas ja gar nicht anbieten und somit jegliche Schuld von sich weisen können. Es gibt zahlreiche Meldungen das Macbooks eben nicht mit einem 12V Gerät geladen werden sollen sondern über ein 230V Ladegerät. Und schon benötigt man einen Wechselrichter.
Dies ist jetzt nur ein Beispiel und soll nicht Apple Produkte in ein falsches Licht rücken. So gibt es eben auch viele andere elektronischen Geräte welche nicht direkt mit 12V betrieben werden können, sondern nach 230V Wechselstrom verlangen.

Welche Typen an Wechselrichtern gibt es

Prinzipiell muss man zwischen drei unterschiedlichen „Arten“ von Wechselstrom unterscheiden welche Wechselrichter erzeugen können.

Um das ganze nicht ausufernd erklären zu müssen hier einmal eine einfache Grafik welche die verschiedenen „Arten“ gegenüber stellt.

Das beste ist natürlich die reine Sinuswelle. Dies ist die hochwertigste Form des Wechselstroms die ein Wechselrichter erzeugen kann. Schließlich kommt auch aus der Steckdose Strom mit einer Sinuswelle. Knapp dahinter ist dann der modifizierte Sinus und das Schlusslicht bildet die Rechteck „Kurve“. Das zeigt sich letztlich auch im Preis der verschiedenen Wechselrichter. Rechteck Generatoren sind schon sehr günstig zu bekommen. Reine Sinuswandler kosten da recht schnell deutlich mehr.

Einem Haarfön oder einer einfachen Kaffeemaschine mag noch Problemlos mit einem Rechteck zurecht kommen. Je elektronischer Geräte werden desto höher ist der Anspruch an die gelieferte Stromqualität.
Ich hatte selbst auch erst einen Wechselrichter mit modifiziertem Sinus gekauft. Der hat aber zum Beispiel unser HP Laptop überhaupt nicht aufgeladen. Somit flog der wieder raus und ich kaufte einen Wechselrichter mit reiner Sinuswelle. Seit dem funktioniert alles bestens.

Welche Leistung sollte ein Wechelrichter liefern

Die Leistung richtig sich natürlich nach dem Bedarf. Hier hilft der Blick auf die Leistungsangaben der Geräte. Wechselrichter haben in aller Regel immer zwei Angaben. Ein mal die Spitzenleistung. Und dann die Dauerleistung. Die Spitzenleistung liegt höher als die Dauerleistung. Dafür kann der Wechselrichter diese Spitzenleistung aber nur für einen kurzen Zeitraum liefern. Die Dauerleistung ist hingegen die Leistung die ein Wechselrichter im Dauerbetrieb liefern kann. Hier also genau hinschauen bei den Angaben und sich nicht von tollen, hohen Spitzenleistungen blenden lassen.
Natürlich darf man auch den Akku nicht außer Acht lassen. Ein 2000W Wandler und dann nur ne 36Ah AGM Batterie hinten dran wird nicht viel Freude machen.

Welcher Wechselrichter ist denn nun der richtige

Prinzipiell gibt es hier auch kein richtig und kein falsch. Jemand der nur seinen Haarfön betreiben will kann einen einfachen, aber leistungsstarken Rechteck-Wechselrichter nehmen. Lässt man allerdings den Kaffe-Vollautomaten darüber laufen kann es schon sein das dieser nicht mehr funktioniert weil er zu empfindlich ist. Dasselbe für andere elektronische Geräte wie zum Beispiel Laptops.
Wenn es richtig blöd läuft, kann es auch passieren das so ein Gerät direkt kaputt geht aufgrund des völlig unpassenden Wechselstroms.
Leistungsstarke Sinus Wechselrichter schlagen natürlich direkt mit einem ordentlichen Preis zu Buche. Jedoch würde ich persönlich, auch aus eigener Erfahrung, immer zu einem Sinus-Wechselrichter raten. Denn dann hat man seine Ruhe und muss nicht überlegen welches Gerät man nun dranhängen kann oder auch nicht.
Ich würde da dann eher überlegen ob es wirklich ein 2000W Sinus Wechselrichter sein muss nur um sich die Haare fönen zu können oder die Kaffeemaschine darüber laufen zu lassen. Oder ob es nicht ein 1000W oder auch nur 500W Wechselrichter auch tut.

Was habe ich verbaut

Ich habe in unseren Wohnwagen einen 300W (Dauerleistung) Wechselrichter verbaut. Dieser ist sehr nah an beim Akku um die 12V Leitung möglichst kurz zu halten. Bei 300W fließen auf der 12V Seite immerhin 25A durch das Kabel. Bei einem 1000W Wechselrichter wären es satte +-83A. Von daher sollten diese Kabel so kurz wie möglich sein und einen entsprechenden Querschnitt aufweisen.

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LG Dominic

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134 – 10 Fragen / 10 Antworten

Muss ein Mover / Rangierantireb vom TÜV eingetragen werden?
Nein, Mover haben in aller Regel eine ABE. Somit ist eine Eintragung nicht erforderlich.

Darf man sich während der Fahrt im Wohnwagen aufhalten?
Nein. Zumal das im Falle eines Falles ja total risikoreich wäre. Unfall, schlingern etc.

Geplatzte Truma Therme. Kann man die selbst wechseln?
Ja ist ohne Probleme möglich. Bei Youtube und über google findet man Anleitungen und Videos.

Ich habe einen Fahrradträger auf der Deichsel. Darf ich nun auch noch einen ans Heck anbauen? Ja, sofern das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird ist das kein Problem

Braucht man in der Schweiz eine Vignette für den Wohnwagen?
Ja, in der Schweiz benötigt jeder Anfänger eine eigene Vignette. Diese muss an einem fest verbauten Teil des Hängers angebracht sein. In Österreich benötigt der Wohnwagen keine eigene Vignette.

Was ist besser manuelle oder automatische Sat-Schüssel?
Kann ich nichts zu sagen. Wir haben zwar eine auf dem Wohnwagen. Diese aber noch nie gebraucht. In Zeiten von Streamingdiensten halte ich das eh für unnötig. Aber da bin ich der falsche Ansprechpartner

Kann man eine HEKI Dachluke selber wechseln?
Ja das ist gar kein Problem. Ich würde es nur versuchen zu vermeiden auf dem Dach rum zu krabbeln. Wichtig ist letztlich sauberes Arbeiten. Alte Kleberreste und Dichtmaterialien usw. komplett zu entfernen.

Ich habe unterschiedliche Stützlastangaben. Welche gilt denn nun?
Immer die tiefere. Hat man 80kg als Angabe beim Auto und 100kg beim Wohnwagen, dann gelten trotzdem die 80kg.

Kann oder darf man die Zangsbelüftungen verschließen? Insbesondere wenn der Wohnwagen ungenutzt steht. Wegen Ungeziefer und so.
Nein auf keinen Fall. Die Zwangsbelüftungen haben genau den Zweck, den Wohnwagen oder das Wohnmobil zu belüften und für einen entsprechenden Luftaustausch zu sorgen. Sonst könnte es ganz schnell muffelig oder gar gammelig werden.

Wir sind ganz neue Camper bzw. wollen uns ein Cmapingmobil zulegen. Was ist besser, ein Wohnmobil oder ein Wohnwagen?
Es gibt kein besser. beides hat seine Vor- und Nachteile. Was für einen persönlich das bessere ist muss man ausprobieren. Eine pauschale Aussage kann man hier nicht treffen.

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LG Dominic

133 – Beschlagene / angelaufene Scheiben und was man dagegen machen kann

Ein bekanntes Problem das wohl jeder Camper der in den kalten Jahreszeiten unterwegs ist sicher schon einmal mitgemacht hat.
Am Morgen sind die Scheiben beschlagen oder es steht sogar schon das Wasser auf dem Fensterrahmen.

Ursache ist der Taupunkt. Das schwächste Glied sind hier nun mal die Fenster. Wird es draußen kalt kühlen die Fenster am schnellsten runter da hier die Isolation am geringsten ist. Dadurch kondensiert das in der warmen Luft gebundene Wasser.
Brillenträger können da ein Lied von singen wenn man im Winter von draußen rein kommt beschlägt sofort die Brille.

Was kann man dagegen unternehmen

Am effektivsten wäre es natürlich keine Fenster zu haben. Das ist natürlich praktisch betrachtet Quatsch.

Den Taupunkt nach außen legen.

Für Wohnmobile aber sich für Wohnwagen gibt es Außensbdeckungen. Gerade bei den Wohnmobilisten sieht man das beim Wintercamping häufig. Diese haben eine Thermomatte vorne über den Scheiben angebracht, von außen. Manche haben sogar komplette Hauben welche den gesamten Motorbereich mit abdecken.

Für Wohnwagen gibt es ebenfalls Thermomatten welche ebenfalls außen über die Fenster gelegt werden. Deshalb Gunters häufig auch Kederleisten über den Fenster um eben solche eine Matte einfach einziehen und drüber legen zu können.

Durch diese Abdeckung kühlen die Fenster nicht so aus und es kondensiert somit kein Wasser mehr an den Scheiben. Denn der Taupunkt wird nach außen zur Thermomatte verschoben. Man isoliert sozusagen sein Fenster.

Nachteil des ganzen ist, es ist ziemlich dunkel im inneren. Auch Tagsüber. Es sei denn man nimmt sie über den Tag wieder weg.

Katzenstreu/ Salz

Selbst haben wir das noch nie ausprobiert. Aber viele Camper hängen sich Katzenstreu, Salz oder Silika in Socken auf. Oder stellen es in entsprechenden Gefäßen auf. Das Granulat, Salz, etc. ist Wasseranziehend und bindet somit das Wasser aus der Luft. Damit verringert ein kondensieren des Wassers an den fenstern. Einfach aus denn grund das weniger Wasser in der Luft enthalten ist.

Lüften, lüften lüften

Nichts geht über lüften. Insbesondere abends vor dem schlafengehen und dann direkt morgens nach dem aufstehen sollte man richtig gut durchlüften. Somit tauscht man die feuchte Warme Luft gegen kalte, trockene Luft aus. Über Nacht steigt die Luftfeuchte ohnehin wieder an. Und am Morgen schickt man die feuchte Luft somit direkt raus aus dem Wohnwagen.

Fenster abtrocknen

Ist man eh schon am lüften und hat die Fenster offen kann man die Gelegenheit nutzen und die Fenster mit einem kleinen Handtuch abtrocknen. Das Handtuch hängen wir dann meist über die Heizung und lüften einfach tagsüber auch öfter.

Denn das Wasser welches man mit denn Handtuch von den Fenstern genommen hat verdunstet ja auf der Heizung wieder und ist wieder in der Luft. Und damit man sich da nicht Kreis dreht muss man einfach öfter lüften.

Alernativ kann man die Handtücher auch ins Vorzelt oder raus hängen. Ist es dann in der nächsten Nacht kalt genug – unter Null Grad Celsius- und in den Morgenstunden schnell warm genug, dann sind die Handtücher Ruck zuck trocken. Kennt der ein oder andere vielleicht vom Wäschetrocknen draußen in Garten. Der Fachgebriff für diesen vorgang nennt sich Sublimation. Hierbei findet ein Phasensprung statt. Normalerweise schmlitzt Eis erst zu Wasser und dann verdampft. In diesem Fall wird das mit dem schmelzen jedoch üebrsprungen und das Eis verdampft sozusagen direkt. Dadurch sind ide Handtücher dann trocken.

Fenster belüften

Wir schließen die Rollos nie komplett, sondern lassen sie eine Raststufe offen. Dadurch kann die Luft im Wohnwagen besser an den den Fenster entlang zirkulieren. Dadurch laufen die Fenster bei uns auch nicht so heftig an. Zu Beginn unsere Camperlebens hattenw ir die Rollos immer ganz zugezogen und die Fenster waren deutlich beschlagener.

132 – Fenster selber wechseln und Geld sparen

Kurz vor Weihnachten 2017 wurde in unseren Wohnwagen eingebrochen und dabei das Fenster beschädigt. In Folge 078 – Einbruch in den Wohnwagen habe ich bereits darüber berichtet.

Geld sparen durch selber machen

Ich hatte der Werkstatt die Fahrgestellnummer durch gegeben damit diese ein Fenster bestellen konnte.  Nachdem das Fenster an die Werkstatt geliefert wurde rief mich diese an um es zu wechseln. Ich machte mir hier auch keine weiteren Gedanken, denn als ich nach dem Einbruch das Fenster anschaute sah das mit dem Wechseln doch recht kompliziert aus. Denn Augenscheinlich sah es für mich so aus als müsste man die Halterrung bzw. den oberen Rahmen demontieren, neu abdichten und wieder montieren.

In der Werkstatt angekommen schraubte der Mitarbeiter lediglich die beiden Rastschienen am Fenster ab, öffnete es und zog es dann zu einer Seite raus. Genau gleich wie bei einem Vorzeit die Kederleiste. Dann nahm er das neue Fenster, schob es rein, schraubte die Rastschienen fest und montierte noch noch die Fensterschließer am neuen Fenster. Diese gehören nämlich nicht zum Lieferumfang und müssen bei einem Defekt separat mit bestellt werden. Da bei uns nur zwei kaputt waren durch den Einbruch wurden auch nur zwei neue angeschraubt und die restlichen vom alten Fenster genommen.
Das es so einfach war das Fenster zu wechseln hat mich erstaunt. Und – auch wenn ich es niemals hoffe- wenn ich wieder einmal ein Fenster wechseln muss, dann werde ich das selbst machen.

Wenn man bedenkt was ich auch an Zeit gespart hätte. So musste ich in die Werkstatt fahren dort dann „kurz“ warten bis es gewechselt war ( 15-20 Minuten ) und natürlich auch neben dem Material auch die Zeit bezahlen.

Beim nächsten mal lasse ich mir das direkt nach Hause schicken und mache es selbst. Da spare ich mir das hin und her fahren und die zu zahlende Arbeitszeit.

LG Dominic

131 – Unsere Erfahrung mit dem Tandemachser in Frankreich

Da wir nun recht oft in Frankreich unterwegs waren und Steffen mich per E-Mail darauf angesprochen hat wie denn so die Platzverhältnisse sind, gibt es heute mal ein paar kurze Infos zu den Stellplätzen / Parzelle. In Frankreich und wie da so unsere Erfahrung ist

Normandie / Bretagne

Die Bretagne und Normandie sind bei weitem nicht so überlaufen wie das Mittelmeer oder die südliche Atlantikküste. Hier haben wir auch kurzfristig immer noch ein Plätzchen bekommen. Entweder habe ich angerufen und gefragt oder ein paar Tage vorher per E-Mail angefragt. Die Stellplätze sind hier auch meist großzügiger als im Süden. Bei manche. Campingplätzen hätte man inkl. Zufahrt aus einem Platz bestimmt 2 oder 3 Parzellen gemacht, wäre es ein Platz im Süden gewesen.
Die Zufahrtswege sind in den allermeisten Fällen auch recht großzügig. Hier war es bisher nur ein mal richtig eng, da auf der Innenseite der Kurve ein Baum Stand und man mit dem Tandemachser und VW-Bus ja etwas ausholen muss. Hier bin ich vorne schier an der Parzellenhecke lang gestrigen und der Wohnwagen hart nur noch weniger cm Platz um nicht am Baum lang zu Schrammen. Auch sind es oft eher die Straßen die etwas knapp sind und mit einem großen Gespann zu fahren. Da muss man einfach etwas umsichtiger fahren. Letztlich ist es wie überall mit einem großen Gespann. Rangieren will geübt sein. Und wir sind trotz allem froh einen Rangierantrieb* zu haben.

Südlicher Atlantik / Mittelmeer

Zum Mittelmeer können wir nicht allzu viel sagen da wir uns vielmehr am Atlantik heimisch fühlen.
Im Süden sind die Parzellen oft kleiner, wenn nicht sogar zu klein. Hier sollte man auf jeden Fall vorab Nachfragen. Wobei es sicherlich auch wieder auf den Campingplatz an kommt. Auf großen 5* Plätzen gibt es sicherlich eher auch große Stellplätze. Im Süden hat man viel eher das Problem das alles ausgebucht ist. Wir wollten letzten Sommer ursprünglich an der spanischen Grenze in der Region San Sebastián starten und uns dann hoch arbeiten. Pustekuchen, Spanien komplett voll. Wenn dann nur noch vereinzelte 60-80qm Plätze. Genau so der südliche Atlantik. Alles ausgebucht und wenn doch nicht dann nur Parzellen wo kein Tandemachser drauf passt.

Fazit

Frankreich ist prinzipiell kein Problem mit einem großen Gespann. Es kommt einfach drauf an wann man wo hin will. Die n der Hauptsaison spontan vor einen CP fahren im Süden kommt da Lottospielen gleich. Und als Familie haben wir da dann auch keine Lust drauf. Wir würden sagen, je südlicher desto vorausplanender muss man unterwegs sein. Wenn nicht davor vorab buchen. Sonst könnte es sehr anstrengend werden.

LG Dominic

130 – Mein Eindruck der CMT 2019

Druck und sprachfrisch kommt die heutuge Podcastfolge direkt im Anschluss an meinen Besuch auf der CMT. Wir haben sage und schreibe 22:00 und ich sitze gerade dran die Folge zu erstellen. Eigentlich bin ich total KO, aber ein Feedback und meinen Eindruck zur CMT möchte ich euch hier mitgeben.

Prinzipiell fand ich das es nicht sonderlich viel Neuheiten und Neuentwicklungen gab. OK ich habe natürlich nicht in jeden Wohnwagen und in jedes Wohnmobil geschaut. Beim Durchschlendern gab es jetzt nichts wo ich dachte „Boa das ist ja mal eine tolle Sache“. Vielleicht liegt es aber auch daran das wenn man immer wieder mal auf so Messen unterwegs ist, das man da etwas abstumpft. Deshalb bin ich aktuell auch am überlegen den Caravan Salon 2019 erst gar nicht zu besuchen. Naja, mal schauen was ich darüber denke wenn es dann soweit ist.
Zurück zur CMT. Denn da gab es vielmehr das ein oder andere, ich nenne es einfach mal „skurilles“. Oder „Dinge die die Camperwelt nicht braucht“. Das ist jedoch meine ganz persönliche Meinung.

Wohnwagen mit zwei Türen

Diesen Wagen gab es bereits auf dem CSD und ich weiß auch gar nicht obs den nicht schon noch länger gibt. Auf jeden Fall ist es ein Wohnwagen mit zwei Eingangstüren. Es ist ein echt großer Tandemachser von Adria und an jedem Ende befindet sich eine Türe. Eine für das Kinderzimmer und eine für den Rest des Wagens. Vermutlich will man damit versuchen Kinder und Erwachsenenbereiche etwas zu trennen. Aber wen ich da an unsere Kinder denke, die würden sich vielmehr einen Spaß daraus machen zur einen Türe raus zu rennen und zur anderen wieder rein um dann im Kreis zu laufen.
Mir kam es auch so vor als wären die beiden Türen noch einen kleinen ticken schmaler als die ohnehin schon knapp bemessenen Türen bei Wohnwägen.
Der wirkliche Sinn weshalb man zwei Türen in einen Wohnwagen einbaut hat sich mir auf jeden Fall nicht erschlossen und wenn man so manchem Messebesucher beim mithören entnehmen konnte, vielen anderen auch nicht.

Mini Wohnwagen als Slide Out

Slide Out kennt man ja bereits von Wohnmobilen. Auf dem CSD 2018 hat Tabbert dies dann bei einem Wohnwagen vorgestellt. Auf der CMT gab es dann den ultimativen Slide-Out Wohnwagen zu besichtigen. Wohnwagen, naja, wenn man es so nennen will. Im Prinzip gibt es einen Mittelteil und dann werden die Seiten nach links und rechts ausgezogen. Man kann sich das in etwas so vorstellen als wenn man drei sehr breite Ringe nimm mit untershcidlichem Durchmesser und diese ineinander legt. Dann stellt man diese hin und zieh einen Ring nach links und den anderen nach rechts.
Platztechnisch ist das eher was für eine Person würde ich sagen. Im Mittelteil ist die kleine Küchenzeile, Toilette und Dusche sowie eine Elektro Heizung. In dem einen Seitenteil ist dann die Sitzgruppe und im anderenTeil das Bett.
Da dies bewegliche Teile sind müssen diese auch irgendwie abgedichtet sein an den Übergängen. Sollte man zumindest meinen. Eine wirklcihe Dichtlippe sucht man jedoch vergebens. Vielmehr sind das solche Brüsten wir man sie zum Bsp. von Drehtüren kennt um diese abzudichten. Ich wollte den Wagen mal bei einem Sturm mit anständig Regen sehen. Ob das dann noch so dicht ist? Auch das verbaute Material machte auf mich einen nicht so hochwertigen Eindruck. Ist vermutlich dem Gewicht geschuldet da man hier versucht hat ein möglichst kompakten und leichten Wagen zu bauen.
Den Wagen könnt ihr wenn ihr den Eingang Ost benutzt im linken Gang anschauen. Für mich eine gute Idee. aber mehr auch nicht.

Das Cabrio Wohnmobil

Jo, richtig. Es gibt nun auch ein Wohnmobil als Cabrio. Die Idee an sich finde ich ja noch sehr amüsant. Den praktischen Nutzen jedoch? Da tun sich bei mir die Fragezeichen auf. Klar ist Cabriafahren eine tolle Sache, fand ich zumindest ind jungen Jahren. Aber hier bei einem Wohnmobil stelle ich mir das irgendwie unpassend vor. Allein schon die Sitz und Fahrposition. Und dann bin ich da ganz schnell beim Thema Dichtigkeit, Kältebrücken, bewegliche Teile die kaputt gehen können und je länger man es anschaut desto mehr Fragen kommen einem in den Kopf.

Auch wenn ich diese Sachen hier nun etwas als unbrauchbar oder nich sinnvoll dargestellt habe, was prinzipiell meine ganz persönliche Meinung ist und es sicherlich zig Leute gibt die das toll und klasse finden, finde ich solche Sachen doch auch immer spannend. Denn es sind Ideen und man weiß nie wo diese einmal enden können. Deshalb ist es super wenn es Leute gibt die sowas entwickeln und damit ggf. andere inovative Entwicklungen anstoßen können.

So das wars in aller kürze. Ich hau mich jetzt, nach einem langen Messetag und Autofahrt, aufs Ohr.

LG Dominic