Adapter

099 – Landstrom für den Wohnwagen oder Wohnmobil. Aber richtig

Im allgemeinen trifft es eher die Wohnwagenbesitzer, aber auch mit dem Wohnmobil kann man sich an den Landstrom hängen. Daher ist das sich „anhängen“ an den Landstrom für viele was ganz normales. Ein langes Kabel an beiden Enden eingesteckt und zack hat man 230V. Was oft vergessen oder nicht beachtet wird ist, das auch hier gewisse Regeln und Vorschriften gelten. Eine ramschige Kabeltrommel mitnehmen und irgendwie ranfrickeln ist schon mal nicht gestattet.

 

Das richtige Kabel

230V sind gefährlich, können schnell auch mal Lebensgefährlich werden. So kann ein ungeeignetes Kabel insbesondere wenn es im freien eingesetzt wird, schnell mal kaputt gehen. Kommt dann noch Nässe dazu kann es sehr schnell sehr gefährlich werden. Daher ist in Deutschland in der DIN VDE 0100-721:2010-02 klar geregelt welche Gummischluachleitung gestattet ist für den geforderten Einsatz. Es muss mindestens eine Gummi-Schlauchleitung H07RN-F 3G 2.5 qmm. Diese darf maximal 25m lange sein. sie darf auch nicht verlängert werden.An beiden Enden muss jeweils eine blaue CEE-Kupplung sowie CEE-Stecker angebracht sein.

Solche H07RN-F 3G 2.5 qmm sind sehr stabil und überleben es auch wenn da das ein oder andere Wohnmobil drüber rollt. Ersichtlich ist auch das der Kabelquerschnitt 2,5qmm betragen muss. 1,5qmm Kabel werden auch angeboten, sind aber nicht gestattet. Denn diese sind einfach zu dünn. Der auftretende Spannungsabfall kann dazu führen das 230V Geräte nicht funktionieren oder bei zu hoher Belastung kann sich das Kabel erwärmen. Mit 2,5qmm Kabel ist genug Reserve vorhanden daß da nichts passieren kann.

 

Trommel oder loses Kabel

Ob man sich eine Kabeltrommel* oder eine lose Leitung* holt ist prinzipiell egal. Wichtig ist lediglich das man daran denkt die Trommel IMMER komplett abrollt. Denn ein aufgewickeltes Kabel wirkt wie eine Spule und bei hoher Belastung erwärmt sich das ganze und es kann im schlimmsten Fall zum abfackeln der Trommel kommen.
Die Farbe ist in der DIN VDE nicht geregelt. Allerdings solle es wohl für Italien Vorschrift sein das es ein oranges Kabel sein muss. H07RN-F Kabel habe ich allerdings noch nirgends in orange gefunden.
Immer wieder liest man Diskussionen das manche ihre Trommel nicht abrollen weil sie ja keine Thermomix, Klimaanlage oder sonst was dabei haben. Also irgendwas was viel Strom benötigt. Ganz ehrlich, ich kann das nicht nachvollziehen. Es ist wie immer, so lange nicht passiert wird die Nase hoch im Wind getragen. So lange, bis die Trommel dann doch mal abfackelt und das Womo / den WoWa dann direkt mit abbrennt. Dann wird geheult. Letztlich hat man auch eine gewisse Verantwortung allen anderen Campern gegenüber. So ein Feuer macht auch an der Grenze des eigenen Wohnwagen halt und breitet sich natürlich nicht weiter aus.

 

Adapter

Wie weiter oben schon geschrieben lautet die Vorschrift daß das Kabel mit den blauen CEE Stecker/ Buchsen ausgestattet sein muss. Im großen und ganzen sind die Anschlüsse auf den Campingplätzen und Stellplätzen ebenfalls mit den blauen Anschlussdosen versehen. Es gibt aber immer noch zahlreiche Plätze welche die „alte“ gewöhnliche Schukodose zum anschließen haben. Da kommt man natürlich nicht weiter mit dem blauen CEE Stecker. Bei manch altem Wohnwagen kann es sogar auch noch sein das dort ein Schukoanschluss unter dem Deckel hausiert. Im Zubehörhandel erhält man entsprechende Adapter von Schuko auf CEE bzw. CEE auf Schuko. Die beiden Adapter* gibt es auch direkt als Set*. (Das habe ich mir damals bestellt, auch wenn ich den Adapter Schukodose auf CEE Stecke rbisher nie gebraucht habe.) Ganz streng genommen ist das zwar nicht gestattet aber was will man machen. Und bei einem qualiativ hochwertigem Adapter sollte da auch nichts weiter passieren. Nutzt man einen Adapter sollte man noch eine passende Kabelbox* parat haben. Diese sind überwiegend Spritzwasser geschützt und die Steckverbindung lottert dann auch nicht so lose irgendwo rum.
Dann gibt es noch CEE Adapter für den Eingang am Wohnwagen/Wohnmobil welche noch eine Schuko Steckdose im Stecker integriert haben. Dies soll dazu da sein das man bequem Strom fürs Vorzelt abzwacken kann. Mal ganz unabhängig davon oder erlaubt oder nicht, mit solch einer Abzweigung umgeht man die komplette Absicherung des Wohnwagen. Neue Wohnwagen und Wohnmobile sind mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter ausgestattet. Dieser wird hier völlig umgangen. Somit trägt man hier ein deutlich höheres Risiko, da alles was über diese Abzweigung geht nur noch über die Sicherung des Platzes abgesichert ist. Und ich habe da noch nirgends einen Fehlerstrom-Schutzschalter gesehen.

007 – Das erste mal im Ausland unterwegs

Allgemeines

Oh ja das erste mal ins Ausland. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Was habe ich mir Gedanken dazu gemacht, gelesen wie die Bestimmungen denn so sind und und und.So lange man im eigenen Land oder zumindest im deutschsprachigen Ausland unterwegs ist, ist das ganze ja noch recht entspannt. Denn selbst wenn was passiert, man versteht sich. Fährt man indes ins fremdsprachige Ausland sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Man liest viel, sehr viel. Über Stromstecker, Gasflaschenadapter*, Geschwindigkeiten und was weiß ich noch sonst so alles. Und je mehr man liest desto abenteuerlicher erscheint einem die erste Fahrt zu werden.

Was wirklich wichtig ist

Verkehrsregeln und Maut
Man sollte sich auf jeden Fall über die Verkehrsregeln im jeweiligen Land schlau machen. Da wären Geschwindigkeitsbegrenzungen welche anders sind. Dann sind die Mautgebühren in jedem Land anders geregelt. Für Frankreich nutzen wir BIP&GO. In Folge 2 habe ich über unsere Erfahrung mit dem automatischen Mautsystem erzählt. Dann gibt es auch noch gewisse Kennzeichnungspflichen bei langen Gespannen oder wenn man einen Fahrradträger am Heck des Wagens hat. Hecktafel Kombi für Italien und Spanien (wendbar)* oder Warntafel für lange Gespanne*. 

Strom
Dann, sollte man auf jeden Fall einen Adapter* für das Stromkabel dabei haben. Mit solche einem Adapter* kommt man schon sehr weit. Wir haben zusätzlich noch so einen uralten Weltreisestecker*. Den haben wir bisher zwar nie benötigt, aber man weiß ja nie.

Gas
Da auch die Gasflaschenanschlüsse beinahe in jedem Land doch irgendwie anders sind, haben wir uns solch ein Adapter-Set* zugelegt. Damit ist man sicherlich für die allermeisten Länder gewappnet und kann den „deutschen“ Druckminderer an die ausländische Flasche anschließen.

Trinkwasser
Trinkwasser ist hier in Deutschland ja an jedem Wasserhahn verfügbar. Das ist aber nicht überall so. In Frankreich zum Beispiel wird das Wasser gechlort. Hier nehmen wir das Hahnenwasser nicht zum trinken. Wenn wir in Frankreich sind kaufen wir Wasserflaschen im Laden. Daß das Wasser in vielen anderen Ländern nicht den hohen Anforderungen an unser Trinkwasser ran kommt sollte auch immer im Kopf behalten werden.

Empfehlung Navi
Wir nutzen das Garmin 660LMT-D*. Hier kann man unterschiedliche Profile für Auto/Wohnwagen/etc. anlegen und entsprechend dem Profil wird die Route gewählt. Im Wohnwagenmodus hat uns das Navi bisher immer sehr gut ans Ziel geführt. Im Automodus waren die Wege ab und an schon etwas abenteuerlich. Aber immerhin hat man so noch etwas von der Landschaft gesehen und ist nicht nur Hauptstraßen gefahren.
Blöd finden wir das man nicht zwischen mehreren Routen vorab wählen kann. Bei unserem alten Navigon war das der so. Dort hatten wir immer 2-3 Routen vorgeschlagen bekommen und konnten uns entscheiden. Hier kann Garmin gerne mal vernünftig nachbessern! Weil keine Wahl zu haben ist irgendwie auch …. nennen wir es mal ungeschickt. 🙂
Garmin gibt eine Lifetimegarantie für Kartenupdates was wir natürlich auch gut finden. Klar nicht immer ist jede Karte TOP aktuell. Wenn man sieht wo ständig irgendwas umgebaut wird ist es nahezu unmöglich total „up to date“ zu sein. aber immer mal wieder ein Update für lau machen zu können ist schon toll.

 

Liebe Grüße

Dominic

 

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