gasflasche

119 – Gasflaschen mit LPG Gas befüllen. Darf man das in Deutschland?

Gasflaschen selbst befüllen ein Thema über das so ziemlich jeder Camper früher oder später einmal stolpert. Meist weil irgendwer folgende Frage stellt: „Darf ich meine graue/rote/Composite Gasflasche an einer LPG Tankstelle auffüllen? Denn es gibt da ja so Adapter womit das recht einfach möglich ist.“

Die Antwort ist recht simpel: In Deutschland ist dies verboten!
Zweite Variante der Frage: “ Wie ist das dann mit diesen speziellen Gastankflaschen die so ein spezielles Multiventil haben“
Auch hier gilt: In Deutschland ist es verboten!

Damit wäre das Thema bzw. die Fragen auch schon abgehandelt. Denn erlaubt sind ausschliesslich fest verbaute Gastanks mit automatischer Abschaltung. Also nicht ortsbewegliche Flaschen, egal ob oder ohne automatsiche Abschaltung, dem sogenannten Füllstopp.

Aber warum ist das so?

Dies liegt schlichtweg an der deutschen Gesetzgebung. Rationell betrachtet auch teilweise schlüssig. Mit gesundem Menschenverstand betrachtet aber mal wieder etwas kleinkariert. Zumindest teilweise.

„Normale“ Gasflaschen besitzen keinen Füllstopp. Dies heisst man kann sie randvoll auffüllen. dadurch gibt es kein Gaspolster mehr welches Druckschwankungen ausgleichen kann. Hier würde letztlich das Sicherheitsventil ansprechen oder wenn es richtig „blöd“ läuft die Gasflasche sogar reißen und das Gas unkontrolliert entweichen.

Bei beweglichen Gasflaschen, also den bekannten Gastankflaschen mit 80% Füllstopp sieht man die Gefahr darin das man die Flasche dann ja schräg halten könne um so den Füllstopp zu umgehen und die Flasche wiederum randvoll befüllen zu können. Ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt.

Des weiteren ist es eine Frage der technischen Sicherheit. Lege ich mir eine Gasflasche zu und nutze diese permanent und Dauerhaft als eigenständig wiederbefüllbare Flasche entgeht diese jegliche Kontrolle auf Druckstabilität und Dichtigkeit. einfach gesagt könnte ich somit ein und dieselbe Flasche 10-20-30 Jahre immer und immer wieder befüllen ohne das diese jemals wieder geprüft wird. Das sehe ich selbst als kritisch an. Die „normalen“ grauen/roten Flaschen werden durch den Handel und die Befüllstationen regelmässig geprüft.
Dies ist dann wiederum der Grund warum ausschliesslich fest mit dem Fahrzeug verbundene Flaschen bzw. dann sind es Gastanks mit Füllstopp erlaubt sind. Wie das auto selbst müssen diese durch den TÜV und sind somit regelmässig geprüft. Eventuelle Zwangswechselungen von Bauteilen eingeschlossen aufgrund der Prüfung.

 

Wie ist es im Ausland?

Gerade im europäischen Ausland ist es Gang und gebe Gasflaschen an so ziemlich jeder LPG Gastankstelle zu befüllen. Selbst die grauen Gasflaschen werden mittels Adapter direkt an der Tankstelle befüllt. Denn dies ist andererseits auch ebenso simpel. Eine komplett entleerte 11kg Flasche auf eine Waage zu stellen und entsprechend nach Gewicht zu befüllen oder einfach das Gewicht, über die Dichte des Gases, in Liter umzurechnen ist nun nicht gerade eine Raketenwissenschaft. Nimmt man dann noch etwas mehr Reserve mit rein und füllt noch weniger als die 80% dürfte man schon sehr sicher sein.

 

Ich selbst spiele immer wieder mit dem Gedanken mit eine Gasflasche mit automatischem Füllstopp zuzulegen. Denn der preisliche Unterschied ist doch enorm. Glücklicherweise wohnen wir an der Grenze zu Frankreich wo die Handhabung wohl deutlich einfacher ist mit dem „selbst“ befüllen. Denn deutsche Tankstellen sind dazu verpflichtet darauf zu achten das eben keine ortsbeweglichen Gasflaschen selbst befüllt werden. Kommen sie dieser Aufsichtspflicht nicht nach machen sie sich selbst strafbar.

 

Weitere Infos hier beim DVFG:  https://www.dvfg.de/presse/pressemeldung/2016/4/5/gasflaschen-nachfuellen-an-oeffentlichen-tankstellen-nicht-zulaessig/

LG Dominic

 

 

 

 

 

007 – Das erste mal im Ausland unterwegs

Allgemeines

Oh ja das erste mal ins Ausland. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Was habe ich mir Gedanken dazu gemacht, gelesen wie die Bestimmungen denn so sind und und und.So lange man im eigenen Land oder zumindest im deutschsprachigen Ausland unterwegs ist, ist das ganze ja noch recht entspannt. Denn selbst wenn was passiert, man versteht sich. Fährt man indes ins fremdsprachige Ausland sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Man liest viel, sehr viel. Über Stromstecker, Gasflaschenadapter*, Geschwindigkeiten und was weiß ich noch sonst so alles. Und je mehr man liest desto abenteuerlicher erscheint einem die erste Fahrt zu werden.

Was wirklich wichtig ist

Verkehrsregeln und Maut
Man sollte sich auf jeden Fall über die Verkehrsregeln im jeweiligen Land schlau machen. Da wären Geschwindigkeitsbegrenzungen welche anders sind. Dann sind die Mautgebühren in jedem Land anders geregelt. Für Frankreich nutzen wir BIP&GO. In Folge 2 habe ich über unsere Erfahrung mit dem automatischen Mautsystem erzählt. Dann gibt es auch noch gewisse Kennzeichnungspflichen bei langen Gespannen oder wenn man einen Fahrradträger am Heck des Wagens hat. Hecktafel Kombi für Italien und Spanien (wendbar)* oder Warntafel für lange Gespanne*. 

Strom
Dann, sollte man auf jeden Fall einen Adapter* für das Stromkabel dabei haben. Mit solche einem Adapter* kommt man schon sehr weit. Wir haben zusätzlich noch so einen uralten Weltreisestecker*. Den haben wir bisher zwar nie benötigt, aber man weiß ja nie.

Gas
Da auch die Gasflaschenanschlüsse beinahe in jedem Land doch irgendwie anders sind, haben wir uns solch ein Adapter-Set* zugelegt. Damit ist man sicherlich für die allermeisten Länder gewappnet und kann den „deutschen“ Druckminderer an die ausländische Flasche anschließen.

Trinkwasser
Trinkwasser ist hier in Deutschland ja an jedem Wasserhahn verfügbar. Das ist aber nicht überall so. In Frankreich zum Beispiel wird das Wasser gechlort. Hier nehmen wir das Hahnenwasser nicht zum trinken. Wenn wir in Frankreich sind kaufen wir Wasserflaschen im Laden. Daß das Wasser in vielen anderen Ländern nicht den hohen Anforderungen an unser Trinkwasser ran kommt sollte auch immer im Kopf behalten werden.

Empfehlung Navi
Wir nutzen das Garmin 660LMT-D*. Hier kann man unterschiedliche Profile für Auto/Wohnwagen/etc. anlegen und entsprechend dem Profil wird die Route gewählt. Im Wohnwagenmodus hat uns das Navi bisher immer sehr gut ans Ziel geführt. Im Automodus waren die Wege ab und an schon etwas abenteuerlich. Aber immerhin hat man so noch etwas von der Landschaft gesehen und ist nicht nur Hauptstraßen gefahren.
Blöd finden wir das man nicht zwischen mehreren Routen vorab wählen kann. Bei unserem alten Navigon war das der so. Dort hatten wir immer 2-3 Routen vorgeschlagen bekommen und konnten uns entscheiden. Hier kann Garmin gerne mal vernünftig nachbessern! Weil keine Wahl zu haben ist irgendwie auch …. nennen wir es mal ungeschickt. 🙂
Garmin gibt eine Lifetimegarantie für Kartenupdates was wir natürlich auch gut finden. Klar nicht immer ist jede Karte TOP aktuell. Wenn man sieht wo ständig irgendwas umgebaut wird ist es nahezu unmöglich total „up to date“ zu sein. aber immer mal wieder ein Update für lau machen zu können ist schon toll.

 

Liebe Grüße

Dominic

 

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