Technik Hack: Handy als Rückfahrkamera

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Rangieren mit großen Wohnmobilen oder langen Gespannen kann eine Herausforderung sein. Neben dem klassischen einweisen per Handzeichen, was nicht immer ganz einfach ist, gibt es mittlerweile ausreichend technische Hilfsmittel, um Camper zu unterstützen. Insbesondere die Nachrüstung von Rückfahrkameras ist beliebt. Auf die mit persönlich bekannten technischen Hilfsmittel möchte ich in diesem Beitrag eingehen

Walkie Talki

Funkgeräte können beim klassischen einweisen helfen. Nicht immer sieht man den Einweiser – Stichwort toter Winkel- oder der Einweiser steht einfach hinter dem Mobil. Auch ist es nicht immer einfach wörtlich zu kommunizieren. Bei uns wäre es rufen über 14m Länge. Was je nach Wind und Wetter unterwegs verloren geht. Kleine Funkgeräte können hier die Kommunikation unterstützen. Wir selbst nutzen zwar keine, aber es gibt etliche Camper die auf Funkgeräte setzen. Manch einer mag das belächeln. Ich finde allerdings, dass das eine schlaue Lösung ist. Denn leider ist es auch so, dass es immer mehr Camper gibt, die sich lieber den eigenen Stuhl zurecht schieben, um besser zuschauen zu können, anstatt kurz mitzuhelfen.

Klassische Rückfahrkamera

Rückfahrkameras sind beliebt. Keine Frage. Vor allem, wenn diese dann auch noch diverse Hilfslinien, auf dem Display, mit einblenden und durch die Abstandssensoren die Distanz mit anzeigen. Das ganze kennt man schließlich bereits seit geraumer Zeit bei Autos. Es gibt aber auch noch genialere Systeme mit mehreren Kameras, welche dann ein virtuelles Bild aus der Vogelperspektive, errechnen. Dometic Birdview sei hier genannt.

Im Campingbereich ist es jedoch so, das es durchaus viele Gebrauchtfahrzeuge, bei Wohnwagen sowieso, gibt, die solche Systeme nicht integriert haben. Hier gibt es natürlich die Möglichkeit des Nachrüstens. Der Markt ist riesig, wenn man mal schaut, was es so an Kamerasystem gibt. Letztlich ist hier aber fast immer notwendig, Löcher durch die Außenhaut zu bohren, zu verkleben und abzudichten. Zusätzlich muss das ganze, im Wohnmobil oder Wohnwagen, noch komplett verdrahtet werden.

Handy als Rückfahrkamera

Wer auf die Installation und Verkabelung verzichten will, für den kommt nun der Technik Hack. 🙂

Man muss allerdings dazu sagen, dass das nun folgende nicht das Nonplusultra ist. Vielmehr einfach eine Möglichkeit, ohne Geld ausgeben zu müssen, einen Blick nach hinten zu haben. Voraussetzung man besitzt zwei Handys mit Datentarif.

Disclaimer: Ich habe das auf einem Campingplatz noch nicht ausprobiert, sondern nur zu Hause vor dem Haus. Ich möchte mit dieser Idee vielmehr inspirieren, auch mal über den Tellerand zu blicken und Geld für oft überteuerte Systeme auszugeben.

Handyapp ermöglichst Streaming

Es gibt zahlreiche Apps, welche eine Raumüberwachung ermöglichen. Das ganze entspringt der Videoüberwachung des eigenen Heim. Und genau das kann man sich zunutze machen.

Die notwendige App heisst „Presence“ und ist für iOS und Android verfügbar. Natürlich gibt es auch eine kostenpflichtige Pro-Version. Aber, die kostenlose, reicht allemal. Des Weiteren werden zwei Handys mit Anbindung an ein Datennetz / Wi-Fi benötigt. Denn das Videobild wird zunächst an einen Server gesendet und von diesem dann auf dem zweiten Handy abgerufen. Man kann auch auf dem einen Handy einen Wi-Fi Hotspot aufmachen und diesen nutzen.

Vorgehen

  1. „Presence“ app auf beiden handy installieren
  2. kostenloses Konto erstellen. (Ist notwendig damit niemand unbefugtes auf das Handy zugreifen kann.)
  3. App auf beiden handy starten
  4. Bei einem Handy die Kamera auswählen
  5. Bei dem anderen das man auf das erste Handy zugreifen will
  6. Das Bild wirdübertragen

WICHTIG
Dadurch dass das Videobild zunächst auf einen Server geladen und von diesem wieder abgerufen wird, kann es zu leichten zeitlichen Verzögerungen kommen. Gefühlt waren es zu Hause ca. 1-2sec.

Dadurch benötigt man keine zusätzliche Hardware und muss diese fest installieren, inkl. Löcher bohren und Kabel legen. Das zweite Handy kann entweder, der Einweiser selbst festhalten und direkt hinter dem Wagen laufe, oder, man klebt es sich provisorisch am Heck fest /klemmt es ins Heckfenster, etc.
Der Einweiser kann sich aber genauso gut neben das Heck des Wagens stellen. Somit hat man eine komplett andere Sicht auf den Abstand nach hinten.

Fazit

Es gibt heutzutage diverse Möglichkeiten, neben dem klassischen einweisen per Handzeichen. Technische Tools können uns das Leben einfacher machen. Letztgenanntes ist vielleicht nicht die super geniale Hightech Lösung. Jedoch kann man sich damit eine flexible Rückfahrkamera, bei Bedarf, erstellen. Nichts fest installiertes, keine Löcher in der Außenhaut usw.

LG Dominic

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