stromlos

123 – Wenn kein Wasser aus dem Wasserhahn kommt. Tipps zur Fehlersuche

Da ist man nun am Urlaubsplatz angekommen, hat alles aufgefüllt und möchte nun Wasser laufen lassen um die Leitungen und die Therme zu füllen. Und es ist wie es ist, es kommt einfach kein Wasser. Und jetzt? Was tun? Hier ein paar Tipps um der Sache auf den Grund zu gehen.

Erstes Indiz

Erste Diagnose und die hört man in aller Regel auch recht gut. Läuft die Pumpe oder läuft sie nicht. Somit weiß man immerhin schon einmal ob die Pumpe mit Strom versorgt wird oder eben nicht. Denn darauf baut das weitere vorgehen auf.

Die Pumpe läuft

Hier gibt es nun mehrere Möglichkeiten

  1. Und das wäre das übelste: Ein Schlauch ist irgendwo gerissen oder abgerutscht und das Wasser wird nun fröhlich irgendwo in das mobile Heim gepumpt. Hier sollte man also die Leitungswege kontrollieren
  2. Die Leitung ist verstopft. Das kann in der Tat vorkommen. Auch wenn es recht unwahrscheinlich ist, ist es dennoch möglich. Hier sollte man zunächst die Wasserhähne kontrollieren.
  3. Es kann etwas das Flügelrad der Pumpe blockieren. Steinchen oder ähnliches sollte da eher nicht blockieren, die kommen unter normalen Umständen ja nicht in den Tank. Füllt man diesen allerdings mit Gießkannen auf und hat man Kinder die auch mal gerne mit den Gießkannen spielen…. sollte man vorab immer einen Blick in die Kanne werfen. Es könnte jedoch sein das ein Stückchen Eis das Flügelrad blockiert. Was natürlich nur im Winter der Fall sein wir. Da kann man dann auch noch froh sein daß das Eis einem die Pumpe nicht direkt kaputt gemacht hat.

Die Pumpe läuft nicht

Auch hier gibt es mehrere mögliche Ursachen

  1. insbesondere bei Tauchpumpen – der Mikroschalter in der Armatur ist defekt. Hier sollte man sein Glück direkt am nächsten Wasserhahn versuchen und schauen ob dort dann die Pumpe anläuft  oder auch nicht. Geht dies nur bei einer Entnahmestelle nicht ist davon aus zu gehen das der Mikroschalter defekt ist, oder das entsprechende Kabel sich gelöst hat.
    Läuft die Pumpe bei allen Entnahme stellen nicht an dann…
  2. Kann die Sicherung durchgebrannt sein. Dies sollte man somit auch kontrollieren und die Sicherung im Falle wechseln
  3. Die Pumpe kann defekt sein ( durchgebrannt sein. Das gibt es auch mal, das diese aufgrund eines technischen Defekts ihren Dienst quittiert. Bei Tauchpumpen ist das ganze recht simpel zu lösen. Tauchpumpen bekommt man schnell, manche Campingläden haben diese auch direkt im Geschäft oder vielleicht hat ein Campingnachbar eine Ersatzpumpe welche man abkaufen kann.
  4. Irgendwo hat sich die el. Verbindung zwischen Pumpe, Stromversorgung und Mikroschaltern gelöst. Da hilft nur Schritt für Schritt der Sache auf den Grund gehen. Ein Messgerät wird das zum Freund und Helfer.
  5. Je nachdem wie das ganze verbaut ist, egal ob Druckpumpe oder Tauchpumpe kann man nachschauen ob die Pumpe prinzipiell eingeschaltet ist über den Hauptschalter. (Bei Tauchpumpen eher unwahrscheinlich. Aber man kann ja alles nachrüsten)
  6. Man hat die Sicherung gewechselt und diese brennt immer wieder durch. Dann stimmt irgend etwas mit der Pumpe nicht. Es blockiert etwas diese oder sie ist elektrisch defekt. Denn wenn etwas die Pumpe blockiert geht die Stromaufnahme des Motors nach oben, so weit bis die Sicherung durchbrennt. Ebenso bei einem el. Defekt. Ein Kurzschluss erzeugt eine massiv hohe Stromaufnahme und auch hier brennt dann die Sicherung direkt wieder durch

 

 

109 – Sommerferien ohne Landstrom unterwegs – LiFe Akku sei Dank

Hi zusammen,

nachdem ich eine ganze Weile am Akku gebastelt habe und letztlich fast alle Teile und Anschlüsse so verbaut habe wie ich mir das vorstellte, standen sie auch schon vor der Türe. Die Sommerferien. Und mein Ziel war es diese ohne Landstrom bestreiten zu können um natürlich die teilweise „frechen“ Strompreise zu sparen.

Aber wie war es denn nun, nur mit Batteriestrom?

Wir sind noch nicht durch mit dem Urlaub aber um es kurz zu sagen: Es hat prinzipiell super geklappt nur ein 100W Modul ist definitiv zu wenig. 🙂 Das war mir aber schon von vorne rein klar. Umso besser das sich dies dann bestätigt hat. Ich habe mir einen Koffer aus 2x50Watt gebaut um die vorhandene Sonne möglichst effizient nutzen zu können. Das merkt man schon ordentlich wenn man den Koffer immer mal wieder der Sonne nach ausrichtet. Bringt aber auch nichts wenn keine Sonne da ist und sich hinter den ganzen Wolken versteckt. Hier bricht die Solarleistung dann schnell mal auf 20-50 Watt, in Bezug auf mein 100W Koffer, ein. Das zeigt auch schnell wieso es notwendig ist sich mehr Leistung aufs Dach zu packen. Denn nicht immer hat man prallenSonnenschein ohne ein Wölkchen am Himmel mit entsprechend hohem Ertrag. Oder man steht neben dem Solarkoffer und führt diesen permanent nach.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich werde mindestens noch ein 100W Modul, vielleicht auch 2x 100W Module auf das Dach des Wohnwagen bauen und den Koffer zusätzlich verwenden. Denn flach liegende Module bringen oft auch nciht die volle Leistung aufgrund des nicht ganz optimalen Einstrahlwinkel der Sonne.  Durch die Kombination von beidem sollte es dann ausreichen.

Gerade bei  unserem aktuellen Stopp, in der Nähe von Concerneau hat der Akku schlapp gemacht. Wir hatten mehrere Tage leichten Regen und stark bedeckten Himmel. Hinzu kam noch das mein 12V Zigarettenanzünder-Verlängerungskabel aufgrund einer Quetschung schlapp gemacht hat und der Kompressorkühlschrank die ganze Nacht versucht hat immer wieder an zu laufen, aber aufgrund des kaputten Kabels nicht genug Strom bekommen hat. Am morgen war der Akku dann nahezu leer und wir sind auf Landstrom gewechselt.

Wie viel Strom haben wir im Schnitt verbraucht?

Abschliessend kann ich das jetzt leider nicht beantworten da wir die letzte Zeit mit Landstrom verbracht haben.

Ausgehend von dem vollen Akku zum Start der Ferien und dem was immer in den Akku rein geladen wurde bis zum nächsten „ich bin voll“, haben wir summa summarum 0,4Kwh/ Tag verbraucht. Da war das übliche mit dabei

  • Laptop laden
  • 2 Handys laden
  • 2 Tabletts laden
  • LTE Router in Betrieb
  • 1 Kompressorkühlschrank (38L) in Betrieb
  • 2x mit dem Mover den Wohnwagen parkieren und wieder raus manövrieren
  • ein bisschen Licht (LED) am Abend
  • 2-3 Stunden PS4 zocken (und das Ding hat etwa 160W im Betrieb)

Prinzipiell könnte es vielleicht sogar knapp gereicht haben mit dem Akku über die 3-4 schlechten Tage zu kommen, ohne großartigen Solarertrag. Da jedoch das Kabel und damit die Kompressorkühlbox über Nacht am Akku Strom gezogen haben wurde das nichts. Oder wenn wir noch 100-200Watt auf dem Dach gehabt hätten um somit insgesamt, trotz schlechter Wetterlage , nahezu den Tagesbedarf zu decken.

 

Fazit

Einen 160Ah LiFeYPO4 Akku einzubauen war die richtige Entscheidung. Auch wenn es natürlich eine recht hohe Investition ist welche sich erst in den kommenden 2-3 Jahren auszahlen wird. Man muss jetzt nur konsequent hingehen und das gesparte Geld beiseite legen bzw. investieren. 🙂 An Stromkosten haben wir aktuell knapp über 60€ eingespart, was schon ordentlich ist.

Um noch mehr Kontrolle über den tatsächlichen Verbrauch zu erhalten werde ich noch einen Victron BMV712 oder etwas vergleichbares einbauen. Denn hier wird dann die tatsächlich entnommene Leistung gemessen. Somit kennt an den Verbrauch und weis auch noch wie viel denn noch drin ist im Akku bevor das Licht ausgeht. 🙂

 

Ich hoffe mir diesem kleinen Review/ ersten Erfahrungsbericht in Bezug auf den Einsatz eines Akkus auch im Wohnwagen, helfen zu können.

 

LG Dominic