Thermomix oder Klappspaten! Was ist Luxus beim Camping?

Thermomix, Klimaanlage oder doch nur Klappspaten! Was ist Luxus beim Camping?

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Diskussionen, wo Luxus beim Camping anfängt und wo Luxuscamping aufhört, gibt es immer wieder und zuhauf. Dabei entfachen beinahe schon Streitereien darüber, was man mitnehmen soll, kann, darf. Oder vertretbar ist. Oder gar, das man dann ja direkt zu Hause bleiben kann. Egal, ob Fernseher, Satellitenanlage, Thermomix, Mikrowelle, mobiles Internet oder doch nur das Zelt und die Isomatte. Nichts wird kontroverser diskutiert was beim campen noch OK ist, oder eben nicht.

Wer definiert Luxus?

Wer definiert eigentlich was für wen, wie und in welchem Umfang Luxus überhaupt ist? Für den einen ist es Luxus, den Fernseher dabei zu haben, für den anderen ist es eben der Thermomix oder der Kontaktgrill.

Der eine geht ausschließlich auf 5 Sterne Superior Campingplätze mit allem Schnickschnack, der andere ist super glücklich auf 3 einem einfachen Campingplatz, ohne alles.

Ist Camping mit einem riesigen Zelt, mit mehreren abgetrennten Kabinen nun Luxus oder ist der Morello Luxus?

Man sieht recht schnell, das sich solche Fragen gar nicht objektiv beurteilen lassen. Wieso also darüber urteilen was Luxus ist?!

Auf was ist zu achten bei all der Ausstattung

Viel wichtiger finde ich es, darauf zu achten das man ein paar Dinge bedenkt bei all den Ausstattungsmöglichkeiten heutiger Wohnwagen oder Wohnmobile. Denn all das nutzt einem nichts, wenn man es nicht nutzen kann, oder nicht hinkommt.

Überladung

Durch immer mehr technische Geräte, aufwendigere und schickere Einbauten, steigt logischerweise auch das Gewicht. Deshalb sollte man immer sehr genau darauf achten, was generell an Zuladung möglich ist. Eine Klimaanlage, die vollautomatische SAT-Anlage, der große Zweitakku, oder ein Induktionskochfeld. Alles schlägt sich letztlich im Gewicht nieder.
Das war auch mit ein Grund warum ich mich für einen LiFe Akku entschieden hatte. Einfach, weil dieser deutlich weniger wiegt bei gleicher bzw. sogar größerer verfügbarer Leistung. Der Akku hat zwar ein Vielfaches eines günstigen Bleiakku gekostet, jedoch habe ich mir damit auch „Gewicht“ erkauft.

Bei allen Einbauten kommt nämlich noch das alltägliche mit dazu. Kleider, Lebensmittel, Bettsachen usw.. Schnell ist es passiert und das eigene mobil ist überladen. Somit sollte man stets darauf achten wo man mit seinem Gesamtgewicht steht, bevor man sich das nächste Highlight einbauen lässt.

Strombedarf

Nicht zu unterschätzen ist der Strombedarf, welche immer mehr ansteigt. Alleine schon Handy, Tabletts und Laptops tragen dazu bei. Diese sind in aller Regel jedoch keine Gefahr. Vielmehr sollte man gerade den Strombedarf größerer Verbraucher kennen. Eine Klimaanlage, der Thermomix oder der elektrische Kontaktgrill sind hiermit vielmehr gemeint. Denn es bringt nichts, all das an Board zu haben und dann landet man auf einem Campingplatz mit einer 4 Ampere Absicherung.

Örtliche Gegebenheiten

Neben dem Trend zu Kastenwagen sieht man auch immer öfter Mobile die größer, länger und breiter sind. Auch wir sind damals den Schritt gegangen und haben uns, nach unserem kleinen Tabbert, einen Familienwohnwagen als Tandemachser und 2,50m Breite zugelegt. Zugegeben, es ist toll vom Platzgefühl her, und ja es könnte noch größer sein. Aber, je größer ein Mobil wird, desto Vorausschauender muss man planen. Das haben wir 2019 auf unserer Tour sehr deutlich gespürt. Gerade in Spanien und Portugal ist da die ein oder andere Überraschung auf uns zugekommen. Sei es das Wenden auf dem Dorfplatz, weil die Straße plötzlich zu eng war, das falsche abbiegen und die Hafenrundfahrt durch enge Gassen oder das wir schlichtweg nicht auf einen Campingplatz konnten, weil die Einfahrt zu eng war.
Dasselbe gilt ebenso für die Höhe eine Fahrzeuges. Aufbauten auf dem Dach erhöhen diese noch mehr. Somit muss man auch hier besser planen, nicht das man plötzlich vor einer Brückendruchfahrt steht, welche einem die SAT-Anlage vom Dach reißt. Und wie es dann oft ist, das wenden kann da auch zur sportlichen Herausforderung werden.

Fazit

Ich persönlich werte Luxus beim Camping nicht. Jeder soll so campen wie und womit er glücklich ist. Für den einen ist dies die SAT-Anlage, für andere die Klimaanlage und andere genießen den Luxus des Minimalismus um einmal für ein paar Wochen auszuspannen und sich eben von all dem oft alltäglichen Luxus zu lösen.

Und ja, wir haben auch schon öfter die Playstation dabei gehabt und gezockt. Wieso auch nicht. 🙂

LG Dominic

Foto von Matheus Bertelli von Pexels

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